Mal wieder Neues von der Facbook-Daten-Kralle
17. März 2013 von Georg Blum
Wer mal wieder einige Argumente über die Facebook-Datenkralle benötigt, kann sich hierüber informieren.
http://mashable.com/2011/11/17/facebook-reveals-its-user-tracking-secrets/
Verlegen oder Verlagern – Haben Verlage demnächst einen Pferdefleischskandal?
08. März 2013 von Georg Blum
Immer mehr Verlage denken über das Outsourcing von Redaktionsarbeit nach. Der Faktor Mensch wird häufig als zu teuer oder das ganze Redaktionsgeschäft als unrentabel eingeschätzt. Nur, wie soll das inzwischen abgenutzte Wort “Qualitätsjournalismus” mit Leben gefüllt werden? Und wie kann man für Qualität seinen adäquaten Preis verlangen?
Wer nur noch aus Zulieferbetrieben Content generiert, wird sich bald einem – dem Pferdefleischskandal vergleichbaren – Supergau in seinem Business widmen müssen.
Kann Outsourcing ein langfristiges Geschäftsmodell sein? Also verlegen oder verlagern?
Wenn Sie Ihre Qualitätskontrolle bei der Contentaufbereitung im Griff haben, dann ist das Verlagern eine Überlegung. Ob es eine gute Lösung ist? Bleibt die Frage, ist es dann nicht einfacher, diesen guten Content gleich selbst mit Anspruch und Würde zu erzeugen.
Gibt es Parallelen in andere Branchen? Z.B. Frosta Hersteller von Tiefkühlkost konnte in der Zeit nach Ausschluss von Geschmacksverstärkern und schlechten Lieferanten um 20 % höhere Preise durchzusetzen.
In vielen anderen Branchen setzt sich diese Premium-Strategie durch. In der Mitte tobt der Verteilungskampf und einen Preiskampf verlieren meist 98% der Wettbewerber.
Fazit:
Nicht herausgeben, aus- oder verlagern, sondern mit Qualität und Selbstbewusstsein Inhalte erzeugen und in entsprechender Aufbereitungsform mit einem Preisschild versehen und verkaufen.
Neu entstehende Berufsfelder: Der Community Manager
04. März 2013 von Georg Blum
Florian Stöhr ist Community Manager bei stayblue. 396 regionalen Online-Communitys mit mehr als einer halben Millionen Nutzern bilden das Netzwerk. Auf den Seiten werden die Mitglieder über ihre Stadt informiert und tauschen sich gegenseitig aus. Stöhr betreut vor allem die Community, kümmert sich aber auch um die Technik.
Seine Aufgabengebiete sind unter anderem das Beobachten der Plattformen, das Löschen von Beiträgen, die andere Mitglieder beleidigen oder belästigen und das Schlichten von Streit. Das emotionale Einbinden in eine solche Gemeinschaft geht teilweise soweit, dass in Ausnahmefällen sogar Nutzer ihren Selbstmord ankündigen. „Wenn wir das Gefühl haben, dass jemand wirklich lebensmüde ist, melden wir das der Polizei. Das ist aber immer schwer zu beurteilen.“, so Stöhr laut Sonntag Aktuell vom 14. November 2010.
Es werden täglich über 600 000 Gästebucheinträge und 140 000 private Nachrichten geschrieben. Dies ist eine Menge, die Stöhr weder überwachen kann, noch will. Er setzt auf die Hilfe der Mitglieder. Es muss eine Grenze gezogen werden. Man sollte es sich nicht anmaßen Seelsorger oder gar Lebensberater für andere zu sein, sondern vielmehr „nur“ das Gesicht der Community nach außen. Es kommt aber auch mal vor, dass manch ein Community Manager durchaus hunderte Kilometer weit fährt, um Mitglieder zu treffen.
Es gibt derzeit für diesen recht jungen Beruf weder eine Ausbildung noch geregelte Standards, lediglich viele verschiedene Seminare. Quereinsteiger bilden die Mehrheit der Community Manager, welche nach und nach in ihre Aufgaben hinein wachsen. Die meisten Community Manager sind Quereinsteiger, die allmählich in ihre Aufgaben hinein wachsen. Ein einheitliches Berufsbild ist dahingehend schwer zu generieren, denn jede Community ist anders. Es ist aber nötig, dass zumindest Rahmenbedingungen geschaffen und definiert werden.
Immer mehr Unternehmen stellen Community Manager ein, aufgrund dessen ist eine Professionalisierung des Berufes umso wichtiger. Oft wird im Rahmen dessen aber auch nach Content Manager oder Social Media Managern gesucht. Jeder Arbeitgeber versteht etwas anderes unter dem Beruf und definiert ihn entsprechend verschieden. Der inhaltliche Aufbau von Internetauftritten und die technische Betreuung unterliegt dem Content Management. Sie kümmern sie sich demnach weniger um die Community an sich. Social Media Manager wiederum verknüpfen Unternehmen mit Sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Twitter oder Facebook.
Der Bundesverband Communitymanagement e.V. (BVCM) diskutiert nun mit der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg über die Professionalisierung dieses Berufsfeldes. Diese hat ihr Stellenprofil bereits um den Community Manager erweitert. Bisher geht man von mehreren Tausend in Deutschland aus, lediglich eine Hand voll kann man davon jedoch als Profis bezeichnen. Verstärkt drängen heute Psychologen, Geisteswissenschaftler und Marketingexperten in die Welt der Communitys vor. Es sind also vor allem Menschen, die sich mit Kommunikation auskennen.
Der Beruf ist jedoch keiner, bei dem man nach acht Stunden Arbeit den PC herunter fährt und nach Hause geht, denn eine Community schläft leider nie.
Mein Effizienztipp des Jahres: Excel-Dateien formatiert versenden
05. Januar 2013 von Georg Blum
Jeder bekommt heutzutage viele Mails mit Anhang. Sicherlich auch viele mit Excel-Sheets. Nur ist es ein absolutes Ärgernis, dass (meiner gefühlten Auszählung nach) 90 % der Sheets unformatiert ankommen.
Sie wollen sich den Inhalt anschauen und wie es in Excel üblich ist, sind nicht nur 3 Zahlen sondern 300 Zahlen drauf; somit unmöglich alles am Bildschirm zu erfassen.
Die Folge ist ein unvermeidlicher Klick auf das Druckersymbol. Nur wer diesen Schritt bzw. Klick ohne Prüfung macht, produziert schnell Papier für den Müll bzw. löst eine Kahlrasur ganzer Wälder aus. Und das, obwohl in meist genau diesen Mails im Anhang steht: Bitte drucken Sie diese Mail nur im Notfall aus, weil …
Mal ganz provokant: Das ist absoluter Mist und Papier- bzw. Zeitverschwendung.
Wie viel Zeit wird dadurch verplempert, weil die versendeten Daten nicht formatiert sind?
Was glauben Sie?
Annahme:
Ein Unternehmen hat 500 MA, jeder versendet im Schnitt 25 E-Mails pro Tag. Davon sind 10 % mit Excel-Anhang. Von denen wiederum sind 90 % unformatiert. Macht bei 200 Arbeitstagen im Jahr: 225.000 E-Mails mit unformatiertem Anhang pro Jahr.
Bei einer Minute Bearbeitungszeit für die Formatierung und der Annahme, dass ca. 5 “Glückliche” Empfänger diese E-Mails im Schnitt erhalten, kommen wir auf einen ZUSÄTZLICHEN Zeitaufwand von “Sage und Schreibe” 781,5 Arbeitstagen für den zusätzlichen Formatierungsaufwand.
Bewerten wir dann einen Arbeitstag je Mitarbeiter mit 500 Euro, kommt die stolze Summe von ca. 390.000 Euro “Un(sinnigen)kosten” pro Jahr heraus.
Wenn man sich diesen Aufwand nur annähernd einsparen würde, könnte man viel Geld zu Weihnachten für einen guten Zweck spenden.
Abgesehen davon, was mit der gewonnen Zeit alles angefangen werden kann: Kaffee trinken, Fingernägel schneiden, Kollegen ärgern, Bleistift spitzen. Von effizienter Arbeit will ich gar nicht reden, äh schreiben.
Multi-Channel oder jeder gegen jeden?
29. Juni 2012 von Georg Blum
Ab und zu liest man wieder, dass Agenturen sich eine Dialog-Marketing-Tochtergesellschaft leisten.
Ist das nicht ein Relikt aus vergangenen Zeiten? Dinos lassen grüßen.
Ich kenne viele Agenturen, die endlich die Zeichen der Zeit kapiert haben und handeln. Eine Trennung der Disziplinen führte selten zu einer besseren Performance für die Kundenkommunikation.
Was fast immer der Fall war oder noch ist: Jede Disziplin fordert für sich den grösseren Budgetkuchen ein. Was natürlich dem gemeinsamen Ziel nicht förderlich ist. Und der Kunde merkt diese Ungereimtheiten sehr schnell.
Was kann eine Lösung aussehen?
Es braucht Kommunikations-Generalisten, die sich in die Zielgruppen und Kunden hineinversetzen können. Und gleichzeitig sollten sie Erfahrungen haben, welche Information über welchen Kanal am Besten beim Kunden ankommt. Wie sieht eine individuelle Informations-Aufbereitung sowie Steuerung einer für den Kunden vorhandene Multi-Optionalität der Nutzung der bzw. Reaktion auf die Informationen aus?



