Oh neeeiiiin – bitte keine unerwünschte Faxwerbung

07. März 2007 von Carla Breidenstein

Vorgestern: Ich saß am PC, war in meine Arbeit vertieft – als das Faxgerät mich jäh aus der Konzentration riss. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, bis die sechs Seiten ausgedruckt waren. Jede Seite voll mit kaum erkennbaren Bildern und viel zu langen Texten – der Toner litt richtig.

Ich warf einen Blick auf die Papiere und dachte: Was issn des für ne Firma, die kenn isch net? Und die Produkte – Fahrzeugdiagnosegeräte, was soll ischn damit? Da zu meiner Bürogemeinschaft auch ein KFZ-Sachverständiger gehört, und wir das Fax gemeinsam nutzen, war ich sicher, dass er die Unterlagen bestellt hat.

Ich fragte nach – und es war nicht so. Er hatte noch nie mit dieser Firma zu tun gehabt. Wir waren beide sauer.   Das ist doch Werbung – ungefragte dazu. Das dürfen die doch gar nicht, oder? Solche Faxe sollen unser Faxgerät und die Bürogemeinschaft in Ruhe lassen. Sie verhindern vielleicht den Empfang wichtiger Kundenanfragen. Für die Prüfung des Inhalts habe ich Arbeitszeit vergeudet und am Ende landete das Papier sowieso in der Ablage P. Ganz zu Schweigen von den Kosten für Papier und Toner. Mein Kollege bestellt nach dieser Aktion sicher nichts bei dieser Firma. Das Unternehmen hat sich mit diesem unprofessionellen Vorgehen selbst geschadet. Obwohl die Firma eigentlich seriös wirkte – warum machen die das nur?

Einen interessanten Artikel zu diesem Thema habe ich auf den Internetseiten der IHK Region Stuttgart gefunden. http://aquabrowser.stuttgart.ihk24.de/?Query=fax-spam&x=0&y=0

„Unverlangte Werbefaxe sind nach § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) wettbewerbswidrig. … Innerhalb weniger Tage kann per Abmahnung und einstweiliger Verfügung ein Werbeverbot erreicht werden. … Eine Möglichkeit, die Flut der Faxwerbung zumindest etwas zu reduzieren besteht darin, sich auf die sog. "Robinson-Listen" setzen zu lassen. … Zumindest seriöse Werbungstreibende orientieren sich bei der Erfassung ihrer Informationen an diesen Listen und versenden nicht an den dort erfassten Personenkreis. … Als pragmatische Lösung bleibt zu empfehlen, das Faxgerät nachts, sofern man in dieser Zeit keine Telefaxzusendungen erwartet, schlicht auszuschalten, denn wegen der günstigeren Übertragungskosten erfolgt die Übersendung von Fax-Spam meistens nachts oder am Wochenende.“

Zum Glück bekommen wir nicht so häufig Fax-Spam – aber nachts bleibt das Faxgerät jetzt aus.

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