Kundenbindung im Frühling: Die Macht oder Ohmacht der Ostergrüße
02. April 2007 von Carla Breidenstein
Freuen Sie sich schon auf die unzähligen Ostergrüße, Ostereier und süßen Schokoladenhäschen, die sich diese Woche auf Ihrem Schreibtisch einfinden werden?
Es ist wieder soweit. Draußen wirds wärmer, die Sonne scheint und die Bäume schlagen aus. Der Frühling
ist da – und es ist Ostern. Jetzt machen wieder viele Firmen Überstunden und fleißige Helferlein werden nicht müde hunderte oder gar tausende Ostergeschenke zu verpacken und die besten Grüße an ihre Kunden zu versenden. Der ein oder andere Empfänger der niedlichen Aufmerksamkeiten hat wahrscheinlich gerade erst den letzten Weihnachtsmann verspeist, oder gar noch zwei, drei, vier Flaschen eines guten oder weniger edlen Tropfens im Keller. Aber wie sinnvoll ist das eigentlich? Ein nettes Kundenpräsent zu Ostern: Nervt das oder ist es am Ende eine nette Angewohnheit, weil wir uns doch alle freuen, wenn jemand an uns denkt?
Foto: Sébastien Trezel
Meiner Meinung nach ist gegen einen freundlichen Ostergruß nichts einzuwenden. Wenn er ehrlich ist und von Herzen kommt. Werden Ostergrüße kommerzialisiert und als reine Kundenbindungsmaßnahmen genutzt und alle Firmen aus der eigenen Kontaktliste mit Schkohäschen beschickt, finde ich den Anlass nicht entsprechend gewürdigt. Ostern ist ein religiöses Fest. Die Christen feiern nicht nur die Auferstehung Jesu Christi vom Tod, der Karfreitag ist einer der höchsten christlichen Feiertag; an diesem Tag wird der Kreuzigung Jesu Christi gedacht.
Wirksamkeit von saisonalen Kundengeschenken
Hat eigentlich mal jemand gemessen, wie effektiv diese Werbegeschenkversenderein zu den einschlägigen Feiertagen ist?
Auf jeden Fall ist es schwierig in der Flut der vielen kreativen Versendeaktionen noch wahr genommen zu werden. Vielleicht sollte die ein oder andere Firma umdenken. Warum nicht mal eine Aktion zur Kundenbindung machen, wenn dies alle anderen nicht tun. Ich habe zum Beispiel letztes Jahr zu Weihnachten über 20 Weihnachtsgrüße erhalten und Anfang 2007 zwei Neujahrsgrüße, an die ich mich noch bestens erinnere.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Woche und ein Frohes Osterfest:
Unterm Baum im grünen Gras
sitzt ein kleiner Osterhas.
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
und ein kleiner frecher Spatz
schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was isses? Ein Osterei.



02.04.2007 um 14:03 Uhr
Wow. Der erste Reim auf diesem Blog. Du räumst hier alle Pokale ab