Kennen Sie diese Situation? Sie sitzen in einem Verkaufsgespräch und erzählen Ihrem Gegenüber begeistert von Ihren Produkten und Dienstleistungen. Sie sind in Bestform und Ihre Kosten-Nutzen-Argumentation läuft wie geschmiert. Sie haben die Lösung für den Kunden. Und doch stimmt was nicht. Sie fühlen sich unwohl – Ihr Gesprächspartner sitzt da mit dumpfem Blick, die Arme vor der Brust verschränkt.

Ich war letzte Woche in folgender Situation: Ich moderierte ein Schreibtraining für ein IT-Unternehmen. Ziel war es, Regeln für das Corporate Wording zu entwickeln und Tipps zur E-Mail Netikette zu erarbeiten. Nicht alle Teilnehmer kamen freiwillig – sondern wurden von Vorgesetzten geschickt. Ich sah sofort, wer das war: Oberkörper zurückgelehnt, Warteposition, kritischer Blick. Ich kanns ja verstehen. Ich hatte die spannende Aufgabe, besonders diese Personen, die eigentlich lieber was anderes gemacht hätten, ins Boot zu holen. Als sämtliche Teilnehmer mit roten Bäckchen und offenen Armen vor mir saßen, entspannte mich das enorm.

Samy Molcho, einer der berühmtesten Vertreter zum Thema Körpersprache bringt es auf den Punkt: "Was wir sind, sind wir durch unseren Körper. Der Körper ist der Handschuh der Seele, seine Sprache das Wort des Herzens. Jede innere Bewegung, Gefühle, Emotionen, Wünsche drücken sich durch unseren Körper aus."

Lesen Sie jetzt , wie Sie herausfinden, wie es Ihrem Kunden gerade geht:

  1. kurzer Griff an die Nase: keine Sympathie, Verlegenheit,
  2. mit einem Stift in der Hand spielen: Angst, Nervosität, Verkrampfung, Halt suchend,
  3. den Oberkörper weit zurück lehnen: Desinteresse, Ablehnung,
  4. die Augenbrauen heben: Erstaunen, Ungläubigkeit, Arroganz,
  5. über das Kinn streichen: Nachdenklichkeit, Zufriedenheit,
  6. mit den Fingern auf dem Tisch trommeln: Ungeduld, Nervosität, Wunsch das Gesprächspartner  zur Sache kommt,
  7. Mund und Lippen zusammenpressen: nicht überzeugt, Ablehnung
  8. Augenbrauen und Stirn kraus ziehen: Abwehr, Missfallen
  9. Zurechtrücken des Stuhles, Hin- und Herrutschen: Unbehaglichkeit, möchte am liebsten gehen
  10. mit den Fingern an die Stirn fassen: Nachdenklichkeit, Gedanken sortieren

Sie sind dran: Nehmen Sie Ihre Umgebung ins Visier und beobachten Sie Ihre Mitmenschen – mit offenen Sinnen und wachen Augen für die Signale und Kommentare der Körpersprache. Ihre Gespräche und Begegnungen werden leicht und erfolgreich verlaufen.

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