Vertrieb: Kann man in dem Job wirklich reich werden?
25. Juni 2007 von Carla Breidenstein
Es heißt ja immer: "Wer im Vertrieb einen guten Job hinlegt, kommunikativ ist und gerne neue Menschen kennen lernt, dazu noch ein paar Verkaufsgesprächstricks und nicht zu vergessen – detaillierte Produktkenntnisse – mitbringt, dem stehen Türen und Tore offen, um mit Fixum und Gehalt so richtig viel Kohle zu verdienen. Aber ist das wirklich so oder sind diese Aussagen ein Mythos, Geschichten aus längst vergangener Zeit?
Die aktuelle Ausgabe Nr. 26 der Zeitschrift Focus Money bringt Licht ins Dunkle: Dort gibt es eine Übersicht von aktuellen Gehalts- und Jobindizes aus verschiedenen Berufsbereichen. Das Ergebnis lässt hoffen – denn demnach gibt der Vertrieb wieder Vollgas!
Die Jahre der niedrigen Prämien im Vertrieb sind also vorbei. Zum Beispiel zeigt die Gehaltsentwicklung, dass der Vertriebler von heute im Gegensatz zu 2001 in 2007 etwa 15 Prozent pro Jahr mehr verdient und betrachtet auf das Jahr 2005 immerhin noch sieben Prozent mehr Einkommen verzeichnen kann. Etwas verwunderlich in Anbetracht unserer florierenden Wirtschaft in Deutschland: Bei den offenen Stellen wurde in den vergangenen Monaten kein Aufwärtstrend verzeichnet. Dieser Verlauf zeigt aber auch, dass Unternehmen in Deutschland stets Bedarf an guten Verkäufern haben – und zwar regelmäßig über die Jahre verteilt. Das klingt doch sehr positiv und sollte uns zuversichtlich stimmen. Vielleicht ist jetzt die Gelegenheit, beim Chef eine Gehaltserhöhung zu verlangen. Die Sterne stehen gut. Setzt jetzt eure Prioritäten! Aber nicht vergessen: Geld allein macht im Leben auch nicht glücklich – da gibt noch so viele andere wichtige Prämissen.


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27.06.2007 um 23:05 Uhr
In der Tat findet sich auch in der Branche der Laborgerätehersteller und -fachhändler, in der ich tätig bin, fast immer eine konstante Anzahl von freien Stellen. Dabei habe ich oftmals den Eindruck, daß immer dieselben Personen nur bei unterschiedlichen Firmen arbeiten. Unser Kreis ist also quasi sehr familiär. Die Suche nach geeigneten Kollegen und Nachfolgern gestaltet sich teilweise schwierig, da viele Personen, die die nötige Fachkenntnis aus dem Labor besitzen, dem Vertrieb leider nicht viel abgewinnen können. Das ist schade, liegt aber wohl immer noch am schlechten Ruf des “Klinkenputzers”. Geld ist eben wirklich nicht alles, auch wenn ein Naturwisenschaftler im öffentlichen Dienst nur ca. zwei Drittel von dem eines Sales Managers verdient. Außerdem wird eine Karriere im Vertrieb statt in der Forschung oft als minderwertig angesehen. Armes Deutschland!