Wer verdient mehr – Vertriebler oder Marketer?

03. Juli 2007 von Carla Breidenstein

Letzte Woche habe ich ein Posting zu folgendem Thema veröffentlicht: "Vertrieb – kann man in dem Job wirklich reich werden?" Das Ergebnis einer Untersuchung der Zeitschrift Focus Money, inklusive Übersicht von aktuellen Gehalts- und Jobindizes aus verschiedenen Berufsbereichen, zeigte jedenfalls: "Der Vertrieb gibt wieder Vollgas."

Gelten diese positive Entwicklungstendenzen auch für die Bereiche Marketing, PR und Medien? In Ausgabe Nr. 26 von Focus Money erhalten wir auch auf diese Frage eine Antwort. Diese ist leider nicht ganz so eindeutig wie bei den Vertrieblern. Im Gegenteil – Das Bild im Marketing-, Public-Relations- und Medien-Sektor ist extrem differenziert.

So kommt es im Medienbereich darauf an, wo man tätig ist. Die Jobs bei den klassischen Medien wir Zeitung, Zeitschriften, TV und Radio stagnieren bzw unterliegen einem leichten Abwärtstrends. Ursache dafür ist die steigende Konkurrenz der New Media Generation, allen voran das Internet. Hier werden Mitarbeiter nach wie vor gesucht – allen voran die Freien. Der Medienbereich war schon immer eine Spielwiese für freie Mitarbeiter. Dieser Trend verstärkt sich weiter, denn mit den flexiblen Arbeitskräften können die Unternehmen vorübergehende Spitzen wunderbar abfedern.

Der Marketing- und PR-Bereich zeigt sich arbeitnehmerfreundlicher. Diese Tendenz spiegelt sich auch in der Gehaltsstruktur wider. Am besten sieht es im Marketingbereich aus. Die kumulierten Zahlen aus den drei Bereichen zeigen: Die Gehälter entwickelt sich seit 2005 leicht nach oben: Um die vier Prozent. Im Gegensatz zu 2001 verdienen Medienleute, PRler und Marekter zusammen etwa sieben Prozent mehr. Das sind zwar ein paar Euros mehr, jedoch im Verhältnis zum Vertriebssektor, wo heute im Gegensatz zu 2001 etwa 15 Prozent pro Jahr mehr verdient werden, ist das nicht einmal die Hälfte der Gehaltssteigerung.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Vertriebler verdienen durchschnittlich mehr als die Marketer. Aber tendenziell stehen auch für die Bereiche Marketing, PR, und Medien die Sterne gut. Zum einen liegt das sicher daran, dass die  Arbeitslosenzahlen in Deutschland stetig sinken; laut Spiegel-Online im Juni auf weniger als 3,7 Millionen – so niedrig wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Zum anderen erkennen immer mehr Unternehmen, wie wichtig eine strategisch ausgerichtete, integrierte Kommunikation für den Erfolg des Unternehmens ist – in guten und in schlechten Zeiten.

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