100 Top Trends: Wer’s glaubt, wird selig!
13. Oktober 2007 von Georg Blum
Neulich "flatterte ein Flyer" zu mir ins Postfach: Darauf stand: Die 100 Top Trends, die wichtigsten Driving-Forces für den kommenden Wandel. Ich las interessiert weiter und fand folgende superwichtigen Trends:
Neo-Spießer, Postmaterielle Welteroberer, Erweckungsreisen, Schöner Sterben, Neo-Glauben, Die neue Zukunftslust, Destination Ich, Soul-Food, MeWe-Revolution, Glokalisierung, Postpolitik, Relationeering, Neo-Nature, Narrowcasting, Neo-Citys, Gende-R-evolution, Multigraphie, Downaging, Familie 2.0, Das neue Wir-Gefühl, Gourmet-Sex, Easy Access, Teaching Industries, Brain Business, Digital Bohème, Krea-Topia, Das nonterritoriale Büro, Uniquability, Neuglobale Intelligenz, Scientainment, Neue Freiwilligenkultur, Responsible Autonomy, Open Innovation, Long Tail, Märkte der Teilhabe, BRICitizing, Micro-Economy, Werte-Management, Chaos-Planning, Coopetition, Happiness Economics, Nischen-Ökonomien, Cross-Innovations, Renaissance der Mitte, Transparenz-Ökonomie, Neuer Luxus, Tante Emma reloaded, Kids-Credibility, Mood-Management, She-
Products, Situativer Konsum, Cool Convenience, Identity Consumption, Online-Shopping deluxe, Family-Business, Retailtainment, Vending Culture, Alltags-Outsourcing, Pomp 2.0, Gourmet Gardening, Health Style, Nano-Medizin, Medical Wellness, Phood, Gesundheitsconsulting, Hybrid-Medizin, Neuro-Enhancement, Selfness, Megatrend Neo-Ökologie, Green Tech, Ökologistik, Greentainment, Globaler Sozial-Kapitalismus, Charity Chic, Corporate Volunteering, Gewinn mit Sinn, Feel-Good-Consuming, Total Gaming, User-Generated Advertising, Geo-Tagging, Cyber-Präsenz, Mobile-Marketing, Clip-Kultur, Megatrend Connectivity, Relokalisierungs-Marketing, Ermöglichungs-Marketing, Sonic Boom, Mash-Up Marketing, E-Mancipation, Design In-Reach, Heimotion, McMode, Oko-Chic, Pimp my Life, Real Design, Schöner Shoppen, Smart Basics, Mobile Style, Prefab Nests, Das DIY-Prinzip.
Haben Sie nachgezählt? Waren es 100? Egal. Für 190 Euro kann man sich diese Wortschöpfungen erklären lassen. Oder auch lieber nicht.
Wer hat sich diese angeblichen Trends bzw. Namen ausgesucht? Sorry, aber soviel Drogen kann man doch normalerweise nicht nehmen, dass so etwas dabei raus kommt. Wahrscheinlich waren für den Cocktail u.a. Dieter Bohlen, die Ärzte von Lance Armstrong und Marion Jones, Meister Fuentes und der Berater von Gabriele Pauli am Werk. Das ist doch die Hochkultur des Phrasendreschens.
Aber liebe Leser, wollen wir nicht nur mit Schlamm werfen. Beim Abschreiben der Namen habe ich so heimlich meine Namens-Hitliste entwickelt. Mein absoluter Favorit ist: Globaler Sozial-Kapitalismus. Danach auf Platz zwei liegt: Identity Consumption, auf Platz drei sind gleichauf durch die Ziellinie gelaufen: Tante Emma reloaded und Alltags-Outsourcing. Alleine die Vorstellung, was sich dahinter verbirgt, löst bei mir die schönsten Lachfalten aus.
Welche Namenserfindung finden Sie denn am lustigsten? Bitte liebe Jury, nun zu Ihrer Wertung!
Passend dazu ist folgendes Video: http://www-05.ibm.com/de/werbung/download/buzzword-bingo.mpg

7 Leserbewertungen: Ø 4.29 Sterne (Bewerten des Beitrags durch Klicken der Sterne)

14.10.2007 um 16:20 Uhr
Fabbing! Es fehlt Fabbing! Es enttäuscht mich ein wenig, dass mein Lieblingsmegatrend keine Berücksichtigung fand. Ansonsten klingt die Liste wie ein ganz normales Brainstorming einer Horde Marketingspezialisten auf Ecstasy. Ich wünche mir sehr, dass alles wahr wird (inklusive Fabbing), zum einen um zu verstehen was es sein soll, zum anderen, damit es mir nicht langweilig wird, nach Ablauf der nächsten Pauliperiode. Die Frage ist natürlich wer das jetzt alles den Konsumenten beibringt!
15.10.2007 um 08:34 Uhr
schon den neuen IBM-Spot gesehen? Buzzword-Bingo: wunderbare 30sec. zum Thema Worthülsen. verstehe zwar nicht, was IBM dagegen tun will, aber den Spot liebe ich…..
Mit den freundlichsten Grüßen für einen produktiven Montag, a.
17.03.2008 um 23:16 Uhr
“Gourmet-Sex” … was auch immer das ist…