Interview mit Till Achinger
16. September 2008 von Jochen Mayer
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Wie fängt Ihr typischer Arbeitstag an?
Kaffee kochen, Rechner an und die Bookmarks unter “Morgencheck” öffnen: Media-Monitoring, Web Analytics, Bestellübersicht, Adwords etc.
.. und wie hört er auf?
Ein letzter Blick auf Twitter, Blogs und die Bestellungen des Tages. Notizzettel einsortieren und Kaffeetassen in die Spülmaschine. Wenn es noch hell ist, fahre ich mit dem Motorrad auf Umwegen nach Hause.
Glauben Sie, dass man auf dem Golfplatz lukrative Geschäfte anbahnen kann?
Ganz sicher, wie auch im Regionalzug, auf der Herrentoilette oder in der Schlange an der Supermarktkasse. Verkaufen kann man überall.
Wieviel Aufwand betreiben Sie für aktives Networking und was funktioniert am besten für Sie?
Der zeitliche Aufwand ist hoch, schlägt aber nicht als Arbeitslast nieder. Glücklicherweise bin ich auch geschäftlich von sympathischen Menschen umgeben. Wenn ich in andere Städte komme, mache ich mir eine Kaffee-Date-Liste. Ein Tipp noch: Heiraten Sie sich einen A-Nachnamen an!
Haben Sie jemals ein Geschäft über XING abgeschlossen?
Nein.
Wenn ich Ihnen 100.000 Euro extra für Ihr Budget geben würde, was würden Sie damit tun?
Einen zusätzlichen Programmierer einstellen, uns Bio-zertifizieren lassen, neue Verpackungen bestellen und tonnenweise Rohkaffee importieren, allen voran australischen. Von dem, was übrig bleibt, bestellen wir Pizza.
Welche persönliche Vertriebserfahrung hat Sie am meisten beeindruckt?
Walnüsse verkaufen vor der Haustür. Nach einer guten halben Stunde habe ich dem Direktvertrieb lebewohl gesagt und meine restliche Ernte einem Bauern aufgeschwatzt.
Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
Die Zeit anhalten zu können, um wichtigen Dingen gebührend Raum zu lassen oder einfach mal länger in der Sonne zu sitzen.
Was wollten Sie als Kind „später“ mal werden?
Ein Fahrradladen hätte mir gefallen oder eine Firma mit ganz vielen Lastwagen. Für Beides ist es noch nicht zu spät.
An welcher Stelle haben Ihrer Meinung nach die meisten Unternehmen Schwächen im Marketing und Vertrieb?
Bestandskundenpflege, die über Werbe-Newsletter hinausgeht.
Wenn ich Ihnen eine persönlichen Coach sponsern würde, was würden Sie mit ihm besprechen?
Zeitmanagement und Prioritätensetzung.
Barhockertest: Wenn jemand Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung kauft. Was wird er abends in einer Bar davon erzählen?
Ich wollte nur dieses selber Mischen ausprobieren und nun bin ich süchtig nach diesem Kaffee.
Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren MitarbeiterInnen?
Eigeninitiative, die Fähigkeit, ein paar Schritte voraus zu denken, vor allem aber das “Feuer”, das Antrieb gibt ohne auszubrennen.



04.01.2009 um 10:25 Uhr
Endlich mal jmd. der zugibt, dass er kein Geschäft über XING abgeschlossen hat. Es mag ja in dem einen oder anderen Fall vorkommen, das dort Geschäfte gemacht werden, weil man einen “alten Bekannten” wiedertrifft. Dennoch sehe ich es genauso, dass diese Community viel zu hoch gehangen wird. Besonders witzig finde ich die Foren in XING: Postet man eine Antwort,wird man als vermeitlicher Konkurrent gleich angegriffen.
07.01.2009 um 09:19 Uhr
High zusammen,
grundsätzlich ist es schon möglich über xing konkrete Geschäfte abzuschließen. Es kommt halt drauf an, was man hat und wen man sucht. Fest steht, dass viele “Zielkunden”, die ich ausserhalb von xing adressiere, genau wie ich auf xing erst mal nachschauen, was das für einer ist. Und dann ist doch schon mal klar, dass der Zielkunde Interesse hatte. Also baue ich im zweiten Schritt den Kontakt über xing auf – und entweder es läuft – oder auch nicht.
Grüße