„Hups“, wieder mal zu neugierig gewesen und den Pop-Up Blocker für eine Website ausgeschaltet; wieder mal nicht rechtzeitig das große Exit-X gefunden. Pech gehabt, es ist passiert. Ich bin über das Aufklappfenster gestolpert und auf die Seite eines deutschen Telefonanbieters – Home Entertainers heißt es neudeutsch oder eingedenglischt – gefallen. Wo war nur das verflixte X? Blinkende Angebote strahlen mir in die Augen, blenden mich. Aber ich bin doch sehr zufrieden mit meinem Telefonanbieter – was soll ich hier? Puh, da war das X. Ich bin ausgestiegen. Habe alle Fenster im Browser geschlossen, auf die ursprünglich Seite will ich nicht zurück, geht auch nicht mehr, denn ich habe mir einmal mehr vorgenommen, den Pop-Up-Blocker nie mehr zu deaktivieren.

Warum gibt es immer noch so viele Pop-Ups? Die Masche zieht nach wie vor und ich frage mich, ob ich die Einzige bin, die das nervt. Ja, ich weiß, Affiliate-Marketing ist in. „Affiliate“, das so manchem Deutschen ein Lispeln entlockt, ist fester Bestandteil der bunten Online-Werbewelt. Jedoch es besteht Hoffnung: Laut einer Umfrage von Affilinet steigt die Attraktivität von Affiliate Marketing weiter an, aber dank Video & Co. werden Partnerprogramme zu dynamischen, interaktiven Online-Werbemitteln, die durch zeitgemäße Inhalte und bewegte Bilder bestechen und die man als Nutzer hoffentlich aufrufen kann, wenn man möchte und die nicht aufpoppen, wenn man versehentlich mit der Mouse drüberfährt.

Es blinkt und blitzt im Internet… nur wie lange noch?

Starre Werbeanzeigen, Blinki-Banner, Blanki-Animationen. In der Online-Werbelandschaft dominieren die klassischen Online-Werbeformate wie Pop-Ups, Textlinks, Banner. Noch. Denn es wird ihnen eine düstere Zukunft vorhergesagt – eine stockdunkle sogar. Andere Formate sollen den Siegeszug antreten. Gemunkelt wird von Videos und Pagepeels (engl. = Seitenabblättern, Eselsohr, Verfahren, um Werbung, z.B. Flashs, dezent auf einer Website zu platzieren) – sie sollen die kommenden Stars am Online-Werbehimmel werden.

Übrigens: Mehr über Affiliate-Marketing gibt´s beim Affiliateboy.

Veranstaltungstipp für Frankfurt: Aufschwung-Messe am 12.2.

27. Dezember 2007 von Carla Breidenstein

Am 12.2.2008 findet in der IHK Frankfurt am Main die 2. AUFSCHWUNG Messe und Kongress für Existenzgründung und junge Unternehmen statt. Nachdem bei der Erstveranstaltung 1.800 Teilnehmer kamen, werden in 2008 bis zu 2.500 Fachbesucher, darunter Existenzgründer, Jungunternehmer und wichtige Multiplikatoren erwartet. Rund 80 Aussteller, darunter Unternehmensberater, Franchisegeber, Finanzdienstleister, Gründungsnetzwerke und -initiativen, präsentieren auf der AUFSCHWUNG ihre Angebote. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein buntes Rahmenprogramm.

Der Veranstalter lädt alle Business Blogger aus dem deutschsprachigen Raum in die Bloggerlounge der AUFSCHWUNG 2008 ein. Über einen kostenfreien W-LAN Zugang kann man über die Messe berichten, Interviews mit Gründern und Unternehmern führen und natürlich netzwerken. Die Veranstaltung bietet allen Business Blogger eine ideale Plattform um sich im persönlichen Gespräch auszutauschen und neue Kooperationsprojekte anzustoßen.

Weiterführende Informationen zur Bloggerlounge auf der Aufschwung 2008 sowie eine aktuelle Liste der bereits angemeldeten Blogger gibt es beim Best-Practice-Business-Blog von Burkhard Schneider.

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

24. Dezember 2007 von Carla Breidenstein

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Seit März 2007 ist der Business-Blog No Big Deal online, wir haben über 120 Artikel rund um die Themen Vertrieb, Kommunikation und Marketing geschrieben und es hat richtig viel Spaß gemacht. Wir sind mittlerweile fünf Autoren, die Seitenzugriffe nähern sich der 13.000er Marke und die durchschnittliche Zahl unserer Besucherinnen und Besucher steigt stetig.

Es ist Zeit “Herzlichen Dank” zu sagen. Wir danken euch, liebe Leserinnen und Leser für die vielen Besuche auf unserer Seite, für eure Treue, für die zahlreichen positiven Bewertungen und für eure konkruktiven Beiträge und Kommentare. Wir danken unseren Interviewgästen, die sich die Zeit genommen haben unser Manager Questionnaire auszufüllen und damit einen tollen inhaltlichen Beitrag zu unserem Blog leisten. Wir danken dem Team von Web 2.0 Spezialist doubleSlash, das die Umsetzung und den Betrieb von No Big Deal übernahm – allen voran Klaus Moser, der – wenn wir mal wieder mit dem Content Management System kämpfen – immer ein offenes Ohr hat und uns auch sonst regelmäßig mit aktuellen Systemfeatures versorgt.

All das ist für uns ein zündender Motivationsmotor und wir freuen uns darauf, im Jahr 2008 weiterzumachen. In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein schönes Weihnachtsfest, besinnliche Tage und einen guten Start in ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2008.

Carla Breidenstein, Jochen Mayer, Georg Blum, Ralf Roßkopf und Christian Spin

Hartnäckig halten sich die Gerüchte von der Servicewüste Deutschland, aber das Ergebnis des Kundenmonitor Deutschland 2007 zeigt schwarz auf weiß: Die Kundenzufriedenheit in Deutschland befindet sich auf hohem Niveau. An beliebtesten sind die Optiker mit einer Traumnote von 1,96 – gemessen auf einer Skala von „vollkommen zufrieden“ (=1) bis „unzufrieden“ (=5). Und obwohl augenscheinlich so viele über die Post wettern, die Briefpost konnte sich neben den Buchversendern und -clubs einen der vorderen Plätze in der Spitzengruppe der Unternehmen mit der höchsten Kundenzufriedenheit sichern. Erstmalig im Fokus der Branchenliste des Kundenmonitors: Der Staatssäckel. Wer jetzt denkt: “Diese Blutsauger stehen mit Sicherheit ganz am Ende der Zufriedenheitsskala”, der täuscht – im Branchenvergleich mit einem Zufriedenheitswert von 2,71 zwar weit abgeschlagen von Optiker und Co., aber wohlige 88 Prozent der befragten Verbraucher sind zumindest zufrieden mit den Leistungen ihrer Steuerbehörde und nur 12 Prozent äußern sich weniger zufrieden oder unzufrieden mit den Finanzern.

Rennen den Unternehmen dennoch die Kunden weg?

Leider gibt es auch Grund zur Beunruhigung: Die Untreue der privaten Verbraucher steigt. Besonders Unternehmen im Handel und Dienstleistungsgewerbe werden von ihren Kunden verlassen. Z. B. wollen nur 76 Prozent der Supermarktkunden ihrem Stammladen treu bleiben. Ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber 2006. Übrigens: Von den untersuchten Branchen ist lediglich bei Fondgesellschaften und Mobilfunkanbietern die Kundenloyalität gestiegen; beides sind jedoch Branchen mit einer vergleichsweise geringen Kundenbindung.

Sinkende Kundentreue verbunden mit beständiger Zufriedenheit zeigt, dass der Verbraucher von heute viel schneller zum Wettbewerb abwandert als noch vor ein paar Jahren. Unternehmen müssen sich was einfallen lassen, um zufriedene Kunden dauerhaft zu binden. Und dafür reichen einfallslose Kundenbindungsprogramme wie Kundenkarte, Rabattmarkenheft & Co. sicher nicht aus.

Zum Hintergrund

Der Kundenmonitor Deutschland misst seit 1992 jährlich die Kundenorientierung von Unternehmen im deutschen B-to-C-Markt. Schwerpunktmäßig werden Kundenzufriedenheit, Qualität der Kundenbeziehung sowie deren Auswirkungen auf die Kundenbindung untersucht.

Der Kundenmonitor Deutschland liefert den Unternehmen Kennziffern für Wettbewerbsvergleiche und zeigt Vertriebs- und Gefahrenpotenziale auf. 2007 standen 21 Dienstleistungsbranchen auf dem Prüfstand der Zufriedenheitsforscher. Insgesamt 21.026 Kunden wurden zwischen dem 02.04 und dem 03.09. repräsentativ für die deutsche Bevölkerung telefonisch befragt.

Herausgeber des Kundenmonitor Deutschland ist die ServiceBarometer AG in München.

Im Rahmen einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren bei der IHK Frankfurt kam ich kürzlich in den Genuss, einem Vortrag zum Thema Verhandlungstechnik von Klaus Petrasek vom Institut für Wirtschaftspädagogik beizuwohnen. Hier sind die Kernaussagen:

  1. Bei Verhandlungsgesprächen sollte man neben der Verstandesebene die emotionale Ebene angesprechen. Dann erreicht man seinen Gesprächspartner wirklich.
  2. Das alte Sprichwort: “Wer fragt, der führt”, gilt immer noch. Durch Fragen lernt man sein Gegenüber richtig zu verstehen und erkennt positive Kaufsignale mit Leichtigkeit.
  3. Ehrlich währt am längsten: Dem Gesprächspartner echte Wertschätzung entgegenbringen, schafft Vertrauen. Unehrliche Vertriebsleute, die ihre Kunden mit schalen Versprechungen und Falschaussagen über den Tisch ziehen, machen immer nur kurzfristig Geschäfte.
  4. Auf die positiven Argumente eingehen, statt auf die negativen Seiten. Denn: Giftpilze lässt man im Wald stehen.
  5. Aktives Zuhören: Einer der grundlegenden Erfolgsfaktoren im Businessgespräch und sicher jedem bekannt.
  6. Erst planen, dann handeln: Das gilt auch für die Vorbereitung auf ein wichtiges Verhandlungsgespräch.

Interessant auch die Antwort auf die Frage: “Was soll man machen, wenn der Kunde nur über den Preis argumentiert, um eine Leistung für kleinstes Geld zu bekommen?” Laut Klaus Petrasek sollte man hier die Qualität der eigenen Leistung hervorheben. Man kann z. B. den Gesprächspartner fragen, was er unter Qualität versteht. Möchte er einen billigen Anzug von der Stange oder einen maßgeschneiderten Zwirn? Natürlich entscheidet sich der Kunde in der Regel für den Maßanzug und der ist immer teurer als das Standardprodukt.Vielleicht ist aber auch gerade die Standardleistung für diesen einen Kunden die maßgeschneiderte Wahl.