Der Grouponwahnsinn
14. April 2011 von Georg Blum
Das Internetportal Groupon, bei dem lokale Coupons über das Web verkauft werden, gehört neben Facebook momentan zu den absoluten Stars im Internet. Der monetäre Erfolg und das rasante Wachstum rief auch den Internetgiganten Google auf den Plan. Laut Medienberichten bot Google die stolze Summe von 6 Milliarden US Dollar, um den Couponvertrieb zu übernehmen. Das Angebot wurde jedoch zurückgewiesen. Zu recht, denn das Unternehmen wird nach neuesten Analysen mit seinen 55 Millionen Mitgliedern auf einen Marktwert von 15 Milliarden US Dollar geschätzt. 
Groupon ist mittlerweile in rund 40 Ländern ansässig. Ziel des Unternehmens ist es, durch den Verkauf von Rabatt-Coupons, effektive Online-Werbung für lokale Produkte und Dienstleistungen zu generieren und damit den Leuten einen Anreiz zu geben, aus ihren Häusern zu kommen und ihre eigene Stadt zu erforschen.
Groupon dient dabei nicht nur dem Abverkauf, sondern auch dem Marketing. Das Interesse von Markenartiklern ist immens. Eine Idee hierbei ist z.B. Produkteinführungen über Rabattauschreibungen im hoch frequentierten Schnäpchenjäger-Portal zu bewerben.
Ein Hauptgrund für den grandiosen Erfolg des Unternehmens ist die Vernetzung – vor allem über Soziale Netzwerke, wie Twitter oder Facebook. Über solche Portale können die Groupon-User ihre Entdeckungen sehr schnell mitteilen und viral verbreiten. Daraus resultierend bezieht das Unternehmen sehr viele Neukunden aus den Sozialen Netzwerken.
Die beeindruckende Erfolgsgeschichte zeigt wieder einmal auf wie wichtig, effektiv und vor allem machtvoll „Social-Media-Marketing“ ist. Eine professionelle und auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Präsenz in diesen Netzwerken ist unumgänglich und erfolgsfördernd.
Sie wollen wissen, wie das im Einzelnen bei Ihrem Unternehmen aussehen könnte? Rufen Sie uns einfach an! CommunDia steht Ihnen gerne mit Erfahrung und Kompetenz in diesem Bereich beratend zu Seite.
Verfolgt mich die Werbung im Netz?
06. April 2011 von Georg Blum
Die neueste Mode in der Online-Werbung nennt sich „Retargeting“. Besucht man einen Online-Shop ohne etwas gekauft zu haben, bekommt man anschließend für das zuvor gesuchte Produkt überall im Netz Werbung eingeblendet.
Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ein Kunde, welcher ein Geschäft verlässt ohne Etwas zu kaufen, wird anschließend vom Ladenbesitzer unerbittlich verfolgt. Dem Kunden wird in den folgenden Tagen immer und immer wieder dasselbe Produkt zu einem günstigeren Preis angeboten oder man offeriert ihm ähnliche bzw. bessere Produkte zum selben Preis. In unserer “nicht virtuellen” Welt wäre dieses Vorgehen undenkbar, im Netz ist das inzwischen aber durchaus üblich. 
Diese Verfahren der gezielten Werbeeinblendung – gegenüber Menschen, die einen Online-Shop ohne einen Kauf verlassen haben – wird „Retargeting“ genannt und hat ein nicht zu verachtendes Potential. Denn ca. „… 95 Prozent aller Besucher, die sich für ein Produkt interessieren, kaufen am Ende doch nicht“, so die FAZ vom 18. Jan. 2011. Durch das schon im Voraus vorhandene Interesse an dem Produkt wirkt die Retargeting-Werbung recht ordentlich. Zehnmal so häufiges Anklicken dieser Werbemittel gegenüber normaler Werbung sind in diesem Zusammenhang nicht unüblich.
Mittlerweile greift nahezu jeder der großen Online-Händler auf diese Methode zurück, um Kunden zurückzuholen. Um die Funktionalität der Retargeting zu gewährleisten, wird den potenziellen Kunden ein Cookie auf die Festplatte gespielt. So lässt sich nachvollziehen, für welches Produkt sich der Kunde beim Besuch des Online-Shops interessiert hat. Selbst wenn der Kunde die Seite des Online-Händlers nicht mehr besucht, wird ihm die passende Werbung auf anderen Seiten eingeblendet, sofern diese zum Netzwerk des gleichen Retargeting-Anbieters gehören. Die Vorteile für Händler liegen auf der Hand. Das Zurückholen potenzieller Kunden, die leichte Messbarkeit der Effizienz einer Werbung und der gut steuerbare Einsatz, lassen sich hier benennen.
Retargeting ist jedoch lediglich “ein” Instrument der Kundenbindung. Als alleinige Werbeform zur Neukundengewinnung ist es nicht geeignet. Eine Begrenzung der Frequenz ist zudem sehr wichtig, da sich der Kunde von dieser Art der Werbung sehr schnell genervt und bedrängt fühlen kann.
Die Möglichkeiten im Netz verändern sich ständig. Da heißt es konsequent am Ball bleiben und sich der richtigen Maßnahmen bedienen. Commundia unterstützt Sie gerne bei der Optimierung Ihrer multimedialen Werbe- und Marketingmaßnahmen.
Facebook bleibt unerreicht
30. März 2011 von Georg Blum
Auch 2010 war wieder ein Facebook-Jahr, sagt die FAZ vom 28. Dez. 2010. So verzeichnete Facebook unter allen im Internet ansässigen Unternehmen, Plattformen, Netzwerken etc. den größten absoluten Besucherzuwachs. 209 Millionen Benutzer mehr kann Facebook zum Jahresende hin verzeichnen, verglichen mit dem Jahresbeginn. Somit kommt das Netzwerk auf eine Gesamtnutzerzahl von fast 650 Millionen. Diese Zahl bzw. dieses Wachstum an sich ist schon beeindruckend, führt man sich jedoch vor Augen, das davon rund 280 Millionen User Facebook täglich nutzen, kann man sich vorstellen wie machtvoll diese Maschinerie ist. Zum Vergleich: Seiten wie Yahoo haben täglich ca. 160 Millionen Nutzer. Und auch Microsoft liegt mit täglich ca. 40 Millionen Nutzern weit dahinter. 
In Deutschland wurden bisher noch sehr viele lokale Netzwerke genutzt, wie z.B. Lokalisten, StudiVZ und SchülerVZ. Aber selbst hier hat Facebook mittlerweile seine eigene Liga eröffnet. Immerhin nutzen nun schon rund 28 Millionen Menschen in Deutschland Facebook (davon gute 10 Millionen täglich).
Mit diesem rasanten Wachstum werden natürlich auch die Stimmen der Kritiker lauter. So kommt der Vorwurf auf, Facebook wolle ein „Internet im Internet“ aufbauen. Internet-Giganten, wie Facebook und Apple, seien dabei die Grundprinzipen des Internets über Bord zu werfen und in sich geschlossene Inseln zu generieren. Jede einzelne Seite wird von den anderen Seiten abgeschirmt, so Tim Berners-Lee, der Erfinder des WorldWideWebs,
Basierend auf den Infos des Jahres 2010 kann man einige Schlüsse für 2011 ziehen. So wird Google als erstes Unternehmen die Schallmauer von einer Milliarde Nutzern in aller Welt durchbrechen. Das größte Wachstum wird aber weiterhin bei Facebook zu verzeichnen sein. Der Vorstoß könnte in dem Bereich von 800 Millionen Nutzern liegen. Diese Tatsache lässt auch den Druck auf Google weiter wachsen. So wird beispielsweise Twitter als ein lohnendes Ziel für Google gesehen, da die Übernahme des Gutschein-Dienstes Groupon für sechs Milliarden Dollar nicht zustande kam. Auch Apple wird mit Sicherheit weiterhin für Schlagzeilen sorgen. Vorstellbar ist z.B. der Einstieg des Unternehmens in den Spielekonsolensektor, wobei Apple mit seinem iPad dort mittlerweile auch schon gut vertreten ist. Das iPad bzw. sein Nachfolger das iPad 2 wird auch 2011 den Markt dominieren, wobei der Marktanteil vermutlich auf 75% schrumpfen wird.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Wettstreit um das mobile Internet das Jahr 2011 prägen wird. Vor allem Geschäftsmodelle für lokale Dienste werden die Diskussionsrunden auf den Web-Konferenzen in diesem Jahr beherrschen. Dieser Markt verspricht, gerade wegen seiner derzeit noch geringen Größe, fantastische Wachstumsraten. Wir dürfen gespannt bleiben, ob, wie und durch wen diese erreicht werden.
Wenn Sie mehr über die Nutzung dieser Portale sowie erfolgreiche Business-Modelle wissen wollen, fragen Sie CommunDia!
Der Stammtisch von heute
23. März 2011 von Georg Blum
Beim Herumstöbern im Netz bin ich auf faz.net über einen schönen Artikel gestolpert.
Am Stammtisch werden Sprüche und Zoten geklopft. So auch in diesem Artikel.
„Bei Facebook sind die Stars auf Augenhöhe mit den Fans.“ – das war uns alten Onlinehasen ja bereits bekannt
„Heute ist die Wahrheit im Netz. Oder zumindest der Teil der Wahrheit, den jeder Einzelne für sich selbst beansprucht.“ – auch nicht neu, aber schön gesagt!
„Facebook heißt das Kommunikationsphänomen der Stunde, bei dem die Objekte der Berichterstattung zunehmend selbst zu Reporter-Darstellern werden.“ – „Reporter-Darsteller“ – einfach herrlich!
Sehr nett find ich auch die Feststellung von Thomas Horky, Professor für Sportjournalismus an der Macromedia Hochschule in Hamburg: „Facebook ist das drittgrößte Land der Erde“. – toll, toll, toll!
Abschließend noch zwei Sätze aus dem Artikel, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte:
„Die sozialen Netzwerke sind für viele und vielerlei sehr wertvoll. Und nicht alles ist so privat, wie es auf den ersten Blick erscheint.“ – vielleicht prüfen Sie doch noch mal die soeben hochgeladenen Urlaubsbilder auf Facebook
Wem CommunDia bei der „Einbürgerung“ ins gelobte Facebook-Land noch unter die Arme greifen darf, der sollte sich schnell melden, denn wie heißt es in dem Artikel doch:
„Soziale Netzwerke sind die Brücke zum globalen Fanwesen.“ – ganz egal ob Sie als Privatperson, als Vertreter eines Sportclubs oder als Chef einer Unternehmung agieren.
Fazit: Das Runde muss ins Eckige und das Spiel (auf Facebook) dauert 90 Minuten (oder auch länger).
Tante Hildes Geschenke
17. März 2011 von Georg Blum
Wer kennt sie nicht, die unerwünschten Geschenke von „Tante Hilde“, „Onkel Hubert“ usw.? 
Der Weltgrößte Online-Händler Amazon hat nach Festen wie z.B. Weihnachten, wie alle anderen auch, das Problem des „Massenumtausches“. Laut FAZ vom 29.12.2010, hat sich Amazon nun jedoch ein Verfahren ausgedacht, um sich vor der Rückgabe unerwünschter Geschenke zu schützen.
Es wird eine „schwarze Liste“ von Geschenken angelegt, welche das Warenlager nie verlassen. Stattdessen wird an den Beschenkten ein Gutschein ausgegeben, ohne dass dies der Schenkende mitbekommt. Der Nutzer dieses Verfahrens könnte z.B. eine Regel hinterlegen, wenn er der Meinung ist, dass der potentielle „Schenker“ einen anderen Geschmack als er selbst hat. Eine weitere Option ist z.B. alle Geschenke, welche von „Tante Hilde“ kommen, ungesehen abzulehnen. Theoretisch könnte somit alles umgetauscht werden. Das heißt aus Schlips, T-Shirt und Socken wird in Zukunft der tatsächlich gewünschte MP3-Player.
Auch wenn durch dieses Tool definitiv der Charme des Schenkens auf der Strecke bleibt, denn der Beschenkte erhält vorab eine E-Mail mit der Ankündigung des Präsentes, ist es für den Händler allemal profitabel. Derzeit landen, nach Angaben der „Washington Post“, noch bis zu 30% der Geschenke wieder beim Händler. Dadurch kommen mehrere Arbeitsschritte auf den Händler zu, bis der Artikel wieder in den Verkauf kann, wie z. B. das in Empfang nehmen, säubern, eventuell reparieren, sortieren, neu verpacken usw.. Dass das mit immensen Extrakosten verbunden ist, ist jedem bewusst. Sind die Produkte dann auch noch benutzt oder beschädigt, so muss der Händler eine Preisminderung im Weiterverkauf einräumen.
Ein Patent auf dieses Verfahren wurde von Amazon schon eingereicht. Für Sie heißt das: Sockenvorrat anlegen, denn von „Tante Hilde“ gibt´s die in Zukunft nicht mehr
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