Interview mit Sophia Siegenthaler

04. Juni 2010 von Jochen Mayer

Sophia U. Siegenthaler
Unternehmerin / PR-Beraterin
PR für Sie. gmbh
Email sie@prfuersie.ch
XING www.xing.com/profile//SophiaUrsula_Siegenthaler
Hobbies joggen, schwimmen, tanzen, lesen, Astrologie, Kino, Kultur
Best Business Book How to become a rainmaker, Jeffrey J. Fox
Berufliches Vorbild Eva-Maria Zurhorst, www.liebedichselbst.de

Wie fängt Ihr typischer Arbeitstag an?
Bei jedem Wetter mit einem Spaziergang oder einer Runde joggen mit meinem Labrador Leopold. Anschliessend bei einem Cappuccino, ein, zwei Zeitungen lesen bzw. kurz überfliegen. Mails checken.

.. und wie hört er auf?
Letzte Mails beantworten.

Glauben Sie, dass man auf dem Golfplatz lukrative Geschäfte anbahnen kann?
Sagt man… Selbst gehe ich lieber joggen, schwimmen oder tanzen.

Wieviel Aufwand betreiben Sie für aktives Networking und was funktioniert am besten für Sie?
Persönliche Kontakte pflegen – vor allem live.

Haben Sie jemals ein Geschäft über XING abgeschlossen?
Habe den Grafiker, welcher meine Website gestaltete, via Xing (an einem Xing-Treffen in Aarau) kennen gelernt.

Wenn ich Ihnen 100.000 Euro extra für Ihr Budget geben würde, was würden Sie damit tun?
Tierschutzorganisationen wie www.sos-animali-international.com unterstützen.

Welche persönliche Vertriebserfahrung hat Sie am meisten beeindruckt?
Bei kleinen Budgets: Guerilla-Marketing.

Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
„Robina“ Hood zu sein – und das Geld zwischen Arm und Reich auszugleichen.

Was wollten Sie als Kind „später“ mal werden?
Lehrerin, Krankenschwester oder Meeresbiologin sowie Tierärztin.

An welcher Stelle haben Ihrer Meinung nach die meisten Unternehmen Schwächen im Marketing und Vertrieb?
Im Bereich Marketing/Kommunikation/PR: Das die Leitbilder in der Krise zur Farce werden. Transparent, offen und ehrlich kommunizieren wird von Dementis abgelöst….

Wenn ich Ihnen eine persönlichen Coach sponsern würde, was würden Sie mit ihm besprechen?
Als Unternehmerin und Coach lasse ich mich immer wieder regelmässig zu beruflichen  und privaten Themen coachen. Gerade bezüglich meiner Coachingtätigkeit gehört dies zur Qualitätssicherung.

Barhockertest: Wenn jemand Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung kauft. Was wird er abends in einer Bar davon erzählen?
Sie arbeitet mit Herzblut und Leidenschaft. Die „Chemie“ stimmt. Ich habe Vertrauen in sie und ihre Fähigkeiten.

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren MitarbeiterInnen?
Initiative, Mitdenken, Selbstständigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit.


Opel und Issues Management

18. März 2009 von Jochen Mayer

Nein ich will nicht auch noch oben drauf hauen. Die Situation ist nicht lustig. Dennoch, ich wundere mich:  Im Radio und Fernsehen laufen derzeit Werbespots von Opel, als ob in Rüsselsheim die Sonne scheint. Die Werbespots laufen typischerweise ein paar Minuten vor den Nachrichten. In den Nachrichten hören wir dann gleich opel31nochmal von Opel. Aber nicht über den Geheimagentenreport vom Insignia Project und auch nicht über die Auszeichnung als beste deutsche Automarke.  Sondern über Rettungsversuche und mögliche Insolvenz. Auf der Opel Website finden wir unter „Opel Aktuell” nur Rosamunde Pilcher Informationen. Unter „Pressestimmen” wird dort ein Insignia-Testbericht der Zeitschrift AUTO mit dem Prädikat „Morgendämmerung” etikettiert. Ist das ein Fall von “mit gespaltener Zunge sprechen” oder einfach Ignoranz der Wirklichkeit?

Wäre ich ein potenzieller Opel Kunde oder ein treuer Opel Fan, der in Betracht zieht, seinen Lieblingsautobauer durch einen eventuell sogar vorgezogenen Neuwagenkauf zu unterstützen, würde ich da nicht gerne vertrauensbildendere Unternehmensinformationen erhalten? Und zwar ganz speziell für den Fall der Insolvenz, der meine Garantie, den Service und den Wiederverkauf meines neuen Wagens maßgeblich beeinflusst:

Im Falle einer Opel Insolvenz übernehmen VW Werkstätten Inspektion und Reparatur.

Audi garantiert Versorgung mit Opel Ersatzteilen bis 2019.

BMW übernimmt Opel Händlernetz.

Porsche übernimmt Garantieansprüche der Opel Kunden.

ADAC und Schwacke prognostizieren steigenden Gebrauchtwagenwert von Opel Fahrzeugen.

Warum glaubt man bei Opel, dass diese Fragen nicht kaufentscheidend sind? Oder weiß man das gar, doch die Leiter der Ressorts Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb beschäftigen sich mit sich selbst? Oder fehlt es an einem Issues Management, also einem Krisenplan der Unternehmenskommunikation, den man sich vorzugsweise in guten Zeiten ausdenkt? Sind die sonst so allgegenwärtigen „nachhaltig-und-authentisch” Prediger gerade im Urlaub? Oder Skat spielen, mit den „Partnern” vom Vertrieb? Vielleicht hören und schauen sie auch einfach keine Nachrichten während der Arbeitszeit, wo man doch schon für geklauten Brotaufstrich oder Märkchen für 1,30 Euro gekündigt werden kann.

Und für alle Corporate Social Responsibility Verantwortlichen gäbe es jetzt doch nichts Befriedigenderes als:

Toyota übernimmt die gesamte Opel Belegschaft und das Kunstsponsoring von Rüsselsheim.

Entdecke Opel.

Interview mit Till Achinger

16. September 2008 von Jochen Mayer

  Till S. Achinger
  Mitgründer & Kundenfinder
   
  Sonntagmorgen Kaffee
   
 Email till@sonntagmorgen.com
 XING www.xing.com/profile/Till_Achinger
 Hobbies Sport zu Fuß und auf Rädern
 Best Business Book Muss ich wohl noch entdecken. Vielleicht Tipping Point oder Access. Inspirierend finde ich die Lektüre der soziologischen Systemtheorie.
 Berufliches Vorbild Für jeweils ganz spezielle Eigenschaften meine Eltern.

Wie fängt Ihr typischer Arbeitstag an?
Kaffee kochen, Rechner an und die Bookmarks unter “Morgencheck” öffnen: Media-Monitoring, Web Analytics, Bestellübersicht, Adwords etc.

.. und wie hört er auf?
Ein letzter Blick auf Twitter, Blogs und die Bestellungen des Tages. Notizzettel einsortieren und Kaffeetassen in die Spülmaschine. Wenn es noch hell ist, fahre ich mit dem Motorrad auf Umwegen nach Hause.

Glauben Sie, dass man auf dem Golfplatz lukrative Geschäfte anbahnen kann?
Ganz sicher, wie auch im Regionalzug, auf der Herrentoilette oder in der Schlange an der Supermarktkasse. Verkaufen kann man überall.

Wieviel Aufwand betreiben Sie für aktives Networking und was funktioniert am besten für Sie?
Der zeitliche Aufwand ist hoch, schlägt aber nicht als Arbeitslast nieder. Glücklicherweise bin ich auch geschäftlich von sympathischen Menschen umgeben. Wenn ich in andere Städte komme, mache ich mir eine Kaffee-Date-Liste. Ein Tipp noch: Heiraten Sie sich einen A-Nachnamen an!

Haben Sie jemals ein Geschäft über XING abgeschlossen?
Nein.

Wenn ich Ihnen 100.000 Euro extra für Ihr Budget geben würde, was würden Sie damit tun?
Einen zusätzlichen Programmierer einstellen, uns Bio-zertifizieren lassen, neue Verpackungen bestellen und tonnenweise Rohkaffee importieren, allen voran australischen. Von dem, was übrig bleibt, bestellen wir Pizza.

Welche persönliche Vertriebserfahrung hat Sie am meisten beeindruckt?
Walnüsse verkaufen vor der Haustür. Nach einer guten halben Stunde habe ich dem Direktvertrieb lebewohl gesagt und meine restliche Ernte einem Bauern aufgeschwatzt.

Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
Die Zeit anhalten zu können, um wichtigen Dingen gebührend Raum zu lassen oder einfach mal länger in der Sonne zu sitzen.

Was wollten Sie als Kind „später“ mal werden?
Ein Fahrradladen hätte mir gefallen oder eine Firma mit ganz vielen Lastwagen. Für Beides ist es noch nicht zu spät.

An welcher Stelle haben Ihrer Meinung nach die meisten Unternehmen Schwächen im Marketing und Vertrieb?
Bestandskundenpflege, die über Werbe-Newsletter hinausgeht.

Wenn ich Ihnen eine persönlichen Coach sponsern würde, was würden Sie mit ihm besprechen?
Zeitmanagement und Prioritätensetzung.

Barhockertest: Wenn jemand Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung kauft. Was wird er abends in einer Bar davon erzählen?
Ich wollte nur dieses selber Mischen ausprobieren und nun bin ich süchtig nach diesem Kaffee.

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren MitarbeiterInnen?
Eigeninitiative, die Fähigkeit, ein paar Schritte voraus zu denken, vor allem aber das “Feuer”, das Antrieb gibt ohne auszubrennen.

 

Der neue Scirocco. Die Werbung. Der Datenschutz.

26. August 2008 von Jochen Mayer

Haben Sie auch Post gekriegt? Ein mittelschweres Kuvert in meinem Briefkasten. Von VW. Eine Werbebroschüre über den neuen Scirocco. Erst bin ich erschrocken: Scirocco? Hatte ich 1993 mit der Kiste meines WG-Mitbewohners vor der Uni falsch geparkt? Nein – es gibt einen nagelneuen Scirocco. Erschrocken bin ich auch, dass ich den Namen “Scirocco” gerade eben abschreiben musste. Polo, Golf, Passat kann man richtig schreiben ohne nachzudenken. Aber Scirocco? Einer der orthographisch anspruchsvollsten Winde! Ein Fön mit Abitur sozusagen. Hätten Sie’s auf Anhieb gekonnt? Man darfs nicht mit der Salatsorte verwechseln.

Und er sieht wirklich schick aus. Ein ganz sportlicher Flitzer. Und auch schon in der bereits seit zwei oder drei Jahren angekündigten Mega-Trend-Autofarbe weiß. Ja, weiß. Auf allen Fotos. Gibt ihn vielleicht nur in weiß.

Also mich überzeugt er. Zumindest durch markante Statements im Begleittext: “Rasant fahren kann jeder. Rasant stehen nicht.” schon gar nicht schlecht oder? War aber nur zum Aufwärmen. Richtig gut finde ich “Er parkt nicht. Er wartet” und “Mit höhenverstellbarem Adrenalinspiegel”. Danke VW, das ist schon nah an “ist Ihnen Ihr Kind Nutella wert?”

Doch zwei Antworten liefert die Broschüre nicht: 1. Wird das beigelegte riesige 3-D-Wackelbild im Restmüll oder im gelben Sack entsorgt oder kann man es etwa genauso fortschrittlich wie den Scirocco kompostieren? Und 2. Wie kommt eigentlich VW an meine Adresse? Ich stand in meinem ganzen Leben noch nicht mit VW in einem Geschäfts- oder Geschäftsanbahnungsverhältnis. Ich bin bei allen Internet- und sonstigen Konsumentendialogen mit der deutschen Wirtschaft sehr darauf bedacht mein Daten nie an Dritte freigeben zu lassen. Vielleicht haben Sie einfach alle Haushaltsvorstände angeschrieben. Weltweit. Oder wars doch zielgruppenspezifisch? Mal richtig das CRM gewürgt?

Warum schreiben die bei VW denn nicht wenigstens in das Anschreiben “Hallo Herr Mayer, wir haben Ihre Daten von der Telekom. Die meinten, wer so hohe Telefonrechnungen wie Sie hat, seit drei Jahren DSL 6000 und eine UMTS-Flatrate nutzt, einer dessen TomTom mehr als 20.000 km in 3 Ländern pro Jahr ausweist und einer der seine monatlichen Rechnungen seit 15 Jahren automatisch anstandslos einziehen läßt, na der interessiert sich doch bestimmt für einen neuen weißen Scirocco. Und übrigens: eine Einbauhalterung für das Nokia N95 Ihrer … Cousine (?) bekommen Sie von uns als kleine Aufmerksamkeit kostenlos dazu.”?

Probefahrt? Nein Danke. Gibts ja eh nur in weiß.

Kleiner XING-Scherz im Sommerloch

07. August 2008 von Jochen Mayer

Es gibt ja immer eine Ausrede keinen Vertrieb zu machen. Vor Weihnachten zum Beispiel, da sind doch Ihre Geschäftskunden nicht mehr offen für Ihre Services und Produkte. Oder nach Weihnachten, wenn jeder Skifahren ist, wer soll da ein Mailing lesen? Oder wenn CeBIT, EM, WM, Kriege, Erdbeben, die Olympiade, eine Mondlandung, Fomel 1, Ostern, Pfingsten, Sommer- und Herbstferien sind. Also eigentlich ist das ganze Jahr sehr ungünstig um Vertrieb zu machen.

xingjo.jpgZur Zeit haben wir das Sommerloch, jahresurlaubige und präolympische Vertriebsflaute. Sie wollen Beweise? Schauen Sie doch mal bei XING wie wenige Mitglieder bei dieser Hitze Ihr Profil anschauen! Da mein Vertriebskonzept allerdings darauf setzt, dass irgendwann jemand mein XING-Profil anklickt und jedemenge-egal-was bestellt (ach Ihres auch?), will ich das pushen. Ich folge daher Peter Eichs Vorschlag einen prominenten neuen Kontakt als Statusmeldung zu faken, um die Zugriffe auch in einer saueren Gurken Zeit hochzuschrauben. Allerdings gleich richtig: “Jochen Mayer hat Jürgen Klinsmann, Barack Obama, den Dalai Lama und Jesus Christus als neuen Kontakt.”

Und es funktioniert: 72 Seitenaufrufe in bislang 9 Stunden. Wobei ich mich bei all denjenigen entschuldigen möchte, die durch diese Meldung irritiert waren und Anderen, deren religiösen Gefühle ich verletzt habe. Wirklich, es war nur ein kleiner Markttest. Falls ich dadurch bis Ende dieser Woche eine Neubeauftragung erhalten sollte werde ich einen Teil des Salärs spenden. Für meine neue Yacht.

So genug gelacht. No Big Deal leistet sich auch mal einen Scherz im Sommerloch. Vertrieblich ist ja gerade eh nicht soviel los. Und man kennt uns ja: wir können schon auch sehr fleißig sein. Peter Eich hatte die Idee übrigens auch geklaut. Von Uwe. Und der auch. Na ja das ist halt so im Sommerloch.

Abschließend möchte ich alle Leser bitten, diesen Unfug NICHT nachzumachen, Sie wissen ja nun, dass es funktioniert. Bitte klicken Sie auch keinesfalls auf den Link meines XING-Profil-Screenshots hier oben links. Und ich möchte natürlich nicht vergessen meinen Freunden Jürgen, Barack, Dalai und Jesus ganz ganz herzlich dafür zu danken, dass sie bei diesem Scherz mitgemacht haben :-)