Barcamp Lake Constance: 31.05. – 01.06.2008

26. Februar 2008 von Jochen Mayer

Wissen Sie was ein Barcamp ist? .. gut das ich den Link drangemacht habe. Ein Barcamp ist ein wildes Treffen von Blog-Autoren, Bloggern, die sich zu etwas versammeln, was sie “Unkonferenz” nennen. Weia.

Bitte hier fürs Barcamp anmelden!Am 31.5. und 1.6.2008 veranstaltet Oliver Gassner das Barcamp Lake Constance auf dem Campus der Zeppelin University in Friedrichshafen. Und wir von No Big Deal organisieren mit.

beachpartyb.jpgUnd es wird ein mega Kracher! Schon wegen der Sunset Beach Party am 30.5. mit 200 Gästen direkt am Bodensee. Da ich allerdings nicht abschätzen kann, wie und ob Blogger in Badehosen und Hawaiihemden wirken, empfehle ich ein paar Kitesurfer und Wakeboarder zur Auflockerung mitzubringen. Wer richtig cool ist, kommt eh mit seinem Boesch Boot aus der Schweiz über den See geschossen. Aloha!

Was hats mit Marketing und Vertrieb zu tun?

  1. Sponsorn Sie Barcamps! Die Teilnehmer sind Blogger und dadurch entsteht ein virulenter Online-Marketingeffekt für vergleichsweise schmalen Invest. Eingeschränkt wird es allerdings dadurch, dass speziell Blogger Sponsoren als unethisches Übel empfinden und Sie außerdem wenig Einfluss auf die Meinungsbildung haben. Machmal können also schon billig belegte Brötchen Ihre ausgeklügelte Marketingstrategie durchkreuzen.
  2. Die Konferenzform “Unkonferenz”. Im Unterschied zu traditionellen Kongressen kann bei einem Barcamp jeder Besucher auch Referent sein. Ganz nach den Mitmach-Prinzipien des Web 2.0 ist jeder Konsument auch Produzent. Man spricht vom Prosument. Ein Barcamp ist also sowas wie die kommunistische Version einer Konferenz. Mit ganz ähnlichen Vorteilen (jeder Teilnehmer wird hochgradig involviert, daraus ergibt sich eine Gruppenintelligenz) und ähnlichen Nachteilen (alle warten darauf, dass jemand anderes was sagt). Nichts desto trotz: Sie können eine neue interessante Konferenzform kennenlernen und den Umgang mit Prosumenten üben.
  3. Rekrutieren Sie ultramoderne Marketingmitarbeiter: Nirgendwo finden Sie eine ganze Abteilung der Avantgarde der Kommunikation so verdichtet an einem Ort.
  4. Testen Sie Adventure-Relationship-Building: Lassen Sie sich auf den Parties volllaufen, pöbeln Sie Leute an und wundern Sie sich, welche Visitenkarten und Handys Sie am nächsten Tag in Ihren Taschen finden.

By the way: Um Ihre Internetanbindung brauchen Sie sich hier keine Sorgen machen. Was überregional kaum jemand weiß ist, dass Friedrichshafen flächendeckend über UMTS mit 7,2 Mbit/s, V-DSL und W-LAN Hotspots in Parks und vielen POIs verfügt. Also nicht Friedrichshafen, sondern die Telekom in Friedrichshafen.

Willkommen an der Südküste Deutschlands!

Lieber Leser, 

seit Tagen schwitze ich  Blut und Wasser, aber mir fällt einfach nichts ein. So ein Druck jeden Tag einen neuen Beitrag zu schreiben, bloggiert einen ganz schön. Ich lese jeden Tag 4 Tageszeitungen, jede Woche Die Zeit und die Frankfurter Sonntagszeitung. Klar, auch die Horizont, W&V, aquisa, absatzwirtschaft, brand eins, Harvard business manager. Ich buche jetzte schon am Wochenende extra Flüge und Züge, damit ich noch häufiger in den Genuß komme, Zeitungen und Zeitschriften zu lesen. Manchmal reiße ich heimlich etwas aus den Lounge-Exemplaren heraus, (“aha sie sind das also”) nur um ja keine Anregung oder Idee zu verpassen. Aber nehme ich mir den Artikel zuhause vor, dann sagt es tief in mir drin: Hat der schon geschrieben. Die hat das neulich im Vortrag erwähnt.

Die Nerven liegen also blog-blank. Glauben Sie mir, das Blogger-Leben ist nichts für flattrige Nerven. A propos flattern könnte jetzt eine neue Idee in den Raum. Die Härte, ja das kann nur eine schwäbische Hausfrau mit ihrem ureigenen Putzmob und Boden-Blogger verstehen.

Mir muss jetzt etwas einfallen. Puuhh. Auf was lasse ich mich ein? Britney Spears , Zumwinkel, Unicef, Mindestlohn – aber alle haben eher was mit Vertreibung als mit Vertrieb zu tun. Aber bevor ich die erste Abmahnung erhalte, dass ich noch einen Beitrag schuldig bin, erhalten Sie ganz frisch von der Call-Center-World in Berlin den ersten Tipp: einen Buchtipp.

Don Peppers sprach gestern die Key Note auf der CCW in Berlin. Wie war es bzw. er? Er zeigte Beispiele von vor drei Jahren. Die Charts, stammen aus Büchern von vor 10 Jahren. Also SOS – same old soup. Warum ich ihn dann erwähne? Weil es einfach stimmt, was der Mann sagt.

Wenn Sie uns Bloggern schon nicht glauben, dann eben dem Guru aus den USA. Wobei ich manchmal denke, er hat auch schon bei uns abgeschrieben. Amazon hat sein neues Buch noch nicht gelistet. Schei… (ja mit 2 s). Dann kaufen Sie halt das alte Buch. Das ist auch gut. (Ob es mir gut geht, fragen Sie jetzt) Jawoll. (Ob ich Provision bekomme) Definitiv: Nein. Ich bin nur der eine aus dem Fan-Blog.

Der zweite Tipp: hEUTE SChON G€L@CHT: nEIN; DaNN etwas zum Schmunzeln. Wie entstand das neue Daimler-Sound-Logo? Fast so zweidimensional-FLACH wie das neue Print-Logo. Oder? Aber hören Sie selbst. Einfach kurz um den Blog gehen und dann hier anklicken.

Verdammt, wo ist jetzt der dritte Tipp. Dann eben wieder einschauen. Mir fällt bestimmt in zwei Monaten wieder etwas ein.

PS: Wissen Sie, wie das größte Kompliment für eine schwäbische Hausfrau lautet? Mei, siesch Du abgschaft aus. Oder in hochdeutsch transformiert: Mensch, sehen Sie aber abgearbeitet aus.!! Jetzt wissen Sie, wie es mir geht. :-)

Vom 13.-23.09. war es wieder soweit: Unter dem Motto „Sehen, was morgen bewegt“ fand die 62. Auflage der weltgrößten Mobilitätsausstellung in Frankfurt, die IAA, statt. Bereits am siebten Veranstaltungstag verzeichneten die Veranstalter einen Ansturm von mehr als 520.000 Besuchern.

Sogar ganz kleine Menschen begeistern sich für die Welt der Automobile. So kamen 20 Kinder der Vorschulgruppe einer Kindertagesstätte aus Bad Soden an die Frankfurter Messe gereist. Die 5- und 6-Jährigen wollten „Autos gucken“. (Quelle: IAA)

Aber was haben die knapp 800 Aussteller von ihrer Messebeteiligung?

Erst mal gar nix – denn am Anfang steht die Planung und die Vorfinanzierung. Und die nimmt bei einem Event wie der IAA schnell stattliche Maße an. Grundsätzlich gehört eine Messebeteiligung zu den teuersten Instrumenten im Marketing-Mix. Und will daher gut überlegt sein. Schnellschüsse und schlampig vorbereitete Messebeteiligungen mit unprofessionellem Equipment und gelangweiltem, unmotiverten Standpersonal steigern nur die Kosten. Umso wichtiger ist es, das Messebudget so nutzbringend wie möglich einzusetzen. Ein Return on Investment lässt sich dann realisieren, wenn ein Unternehmen von Beginn an seine Messeziele klar definiert, ein Konzept entwickelt und dieses konsequent umsetzt.

Professionell vorbereitet und umgesetzt steigert eine Messebeteiligung den Vertriebserfolg nachhaltig. Neben direkten Umsatzsteigerungen beeinflussen außerdem strategische und organisatorische Verbesserungen im Messeauftritt den Vertrieb eines Unternehmens positiv.

Gute Tipps zur Messeplanung und Zieldefinition inklusive MesseNutzenCheck stellt der Ausstellungs- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft e.V. – kurz AUMA – zum kostenlosen Download bereit.

Im Jahr 2006, begleitend zur Fußball-WM, startete die Regierung mit einigen potenten Sponsoren die Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“. 2007 wurde die erfolgreiche Kampagne fortgesetzt. Da ich ein Fan von Innovationen und frischen Ideen bin, begeisterte mich diese Idee bzw. Kampagne.

Nach einem traumhaften Sommer(Fußball und Hockey)- und Winter(Handball)märchen ist die Nation wieder aufgewacht. Doch ich stelle leider immer wieder fest: Kaum einer kennt diese Idee. Frei nach dem Motto: Tu gutes und sprich darüber, informiere ich heute ein weiteres Mal darüber und unterstütze gerne diese Kampagne.

An jedem Tag des Jahres 2007 findet an einem anderen Ort ein Aktionstag statt. Nach Adam Riese sind das 365 tolle Ideen. In den nächsten Tagen geht es z.B. um "Pauken und Trompeten", "Riesen im Meer", "Mehr Kohle für Kids" oder "Lichtblicke für die Zukunft".

Ach übrigens: Heute könnte Sie auch "Ihr Fernseher anrufen". Also spannende Themen und interessante Ansichten.

Auch die „100 Köpfe von morgen“ finden Sie hier. Das sind junge, schlaue, kreative Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Sind Sie auch dabei?

Noch nicht, werden Sie sagen. Oder Sie halten es wahrscheinlich wie ich: Als ich noch jung – und vor allem kreativ -war, gab es diese Initiative leider noch nicht. Damals lautete noch das Motto "Jugend ist forsch" oder so ähnlich.

Klicken Sie auf das Bild und schauen sich das Video zur Kampagne an. Oder interessiert Sie nun das große Spektrum interessanter Menschen und Ideen, dann klicken Sie hier. www.land-der-ideen.de 
Denn Du bist Deutschland!

Vertrieb oder Vertreibung?

27. Juli 2007 von Georg Blum

Wer, wie ich heute Nacht nicht schlafen konnte, der versucht sich mit irgendwelchen Dingen die Zeit zu vertreiben. Gut, Schäfchen zählen kann eine Möglichkeit sein. Ein anderer Weg ist, sich Gedanken über Dinge zu machen, die zwar nicht lebensnotwendig sind, aber elementar. Meine Gedanken beschäftigten sich vergangene Nacht mit der elementaren Frage:

Nennt man das nun – was wir zumindest mehr oder weniger tagein, tagaus machen – Vertrieb oder Vertreiben? Da dieser Berufsstand einen ähnlich guten Ruf hat wie Fallensteller, Kammerjäger oder Gerichtsvollzieher, versuchte ich mich dem Thema mal ganz neutral und sachlich um drei Uhr morgens zu nähern. Frei nach Don Carlos: Sir, geb’ die Gedanken frei!

Das Wort Vertreiben hat seinen Wortstamm im Tunwort „treiben“. Das passende Hauptwort dazu könnte Trieb sein. Und obwohl, man bei Vertrieb oft an unmoralisches Vorgehen denkt, sollte das Wort Trieb hier natürlich nur in seiner positivsten Form betrachtet werden. All diejenigen, die sich mit Vertrieb beschäftigen, benötigen also einen besonderen Trieb. Nennen wir es moralisch unantastbar: Antrieb.

Dies warf bei mir die nächste Frage auf: Wenn wir schon Vertrieb mit Antrieb machen, wie und was vertreiben wir dann? Zuerst zum „Was wird vertrieben?“ Da sich Vertriebler oft als die besseren Menschen darstellen, sei uns/ihnen gesagt: Schon vor langer Zeit bevor Produkte und Dienstleistungen „unters Volk gebracht werden sollten“ – zu einer Zeit als noch alles besser war – fand die Vertreibung aus dem Paradies statt.

Beamte werden allgemein hin mit dem Vorwurf konfrontiert sich nur die Zeit zu vertreiben. Und bei Goethe kämpft Faust nach dem Motto: Wie vertreib ich nun die Geister, die ich rief. Am schönsten finde ich in diesem Zusammenhang immer noch den Satz aus dem Film „Der Pate I“, wenn Vito Corleone sagt: „Wir machen Ihnen ein Angebot, dass man nicht ablehnen kann“.

Nach dem „Was?“ war ich bei dem „Wie?“ angelangt. Wie vertreiben wir? Wer je irgendwann einmal Kontakt zu einem Vertriebler hatte, der darf sich getrost diese Frage in seiner ganzen Bedeutung stellen. Letztendlich ist doch des Pudels Kern die Frage: Ist Vertrieb nun das Vertreiben von Produkten oder von Kunden? Auch hier – ein letztes Mal auf Wortbedeutung zurückgegriffen – bedeutet vertreiben u.a.: anbieten, ausbürgern, austreiben, ausweisen, davonjagen, entfernen, entlassen, fortjagen, fortscheuchen … oder absetzen, losschlagen, raushauen, veräußern, verscherbeln, verhökern, verklopfen, verramschen, verschachern.

Herrlich, haben Sie ein gutes Wort oder eine positive Assoziation entdeckt? Gibt es einen Grund, warum der Kunde dem Vertrieb gegenüber positiv eingestellt sein soll? Kein Wunder wird die Aussage eines Vertrieblers „Ich komm nachher schnell bei Ihnen vorbei“ schon als glatte Drohung empfunden.

Die letzten Gedanken der vergangenen Nacht, an die ich mich heute noch erinnern kann, kreisten um die Frage: Warum machen wir unseren Vertrieb eigentlich den ganzen Tag, wenn im Grund alles, was darüber gesagt oder geschrieben wird, nur negativ ist. Ich glaube, eingeschlafen bin ich mit einem kleinen Lächeln im Gesicht und der Antwort:

Ganz einfach, weil es mir ganz persönlich riesigen Spaß macht! Ihnen doch auch, geben Sie es doch zu. Aber nennen wir doch unsere vertrieblichen Aufgaben lieber „Kunden gewinnen und binden“. Das klingt doch viel schöner!