Das Internet in Zahlen
23. März 2010 von Georg Blum
JESS3 / The State of The Internet from JESS3 on Vimeo.
Dieses Video ist sehr bemerkenswert. Leider etwas schnelle, aufeinanderfolgende Abfolge von Infos. Aber in Slow-Motion kann man alles erfassen.
Die Neuroökonomie nimmt Fahrt auf
10. Januar 2010 von Georg Blum
Die Neuroökonomie, als neue Forschungsrichtung, versucht das irrationale Verhalten der Verbraucher zu verstehen. Sie versucht u. a. zu klären, warum viele oft nicht das tun, was für einen „homo oeconomicus“ logisch wäre und wirtschaftlich am sinnvollsten ist.
Paul Glimcher, Professor der New Yorker University, sagt zum derzeitigen Forschungsstand: „ Wir sind nun dabei, uns die Situationen anzuschauen, in denen die Psychologen merkwürdige Anomalien festgestellt haben, die sie mit den herkömmlichen Mitteln der Wirtschaftswissenschaft nicht erklären können.“ Ein schönes Beispiel für eine solche Anomalie ist die „Qual der Wahl“. Es ist nicht schwer eine Marmelade aus drei Geschmacksrichtungen auszuwählen. Aber wächst die Zahl der Marmeladen auf 24 an und man soll sich eine aussuchen, so ist das nahezu unmöglich. Das liegt daran, dass das Gehirn auf Schwierigkeiten stößt, sobald mehr als sechs bis acht Möglichkeiten zur Auswahl stehen.
Die Wirtschaftswissenschaftler wollen dem Verbraucher soviel Entscheidungs-freiheit wie möglich geben. Doch die Neurologen wissen: „Eine zu große Auswahl macht den Konsumenten nicht glücklicher, die Entscheidung nicht effizienter.“. Auch konnte bereits nachgewiesen werden, dass „… für Menschen als soziale Wesen nicht nur die Höhe des Gewinns eine Rolle spielt, wie dies häufig in der traditionellen Volkswirtschaft angenommen wird.“
Wir sind gespannt was diese neue Fachrichtung für nachhaltige Einflüsse auf die Praxis haben wird. Lesen Sie dazu auch unseren Buchtipp Manfred Spitzer und Wulf Bertram´s „Hirnforschung für Neu(ro)gierige“
Manager surfen 2 h täglich im Web – Ist das so?
14. November 2009 von Georg Blum
Eine jüngst in der FAZ (09.11.09) veröffentlichte Umfrage der Firma Virtual Identity beschreibt als wichtigstes Ergebnis: Manager surfen zwei Stunden im Netz, für die bessere Entscheidungsvorbereitung. Das sind bei einem 10 Stunden-Arbeitstag 20 % der Arbeitszeit.
Wir wissen nicht, bei welchem Friseur die Befragten auf dem Stuhl saßen, während die Umfrage durchgeführt wurde. Aber ein wenig bezweifeln wir das Ergebnis schon. Denn die Kernaufgaben der befragten Manager, welche aus mittelgroßen Unternehmen stammen, sind Kunden zu besuchen, in Meetings zu sitzen, Coaching und Jour-fixe abzuhalten und Entscheidungen zu treffen sowie diese zu verkünden. Von der Aufgabe Strategien zu entwickeln und umzusetzen, mal ganz abgesehen.
Fazit: Die Aussage „täglich 2 h im Web“ ist somit in die Kategorie „Ziele, Wünsche und Träume“ einzuordnen. Also hüllen wir besser den Mantel (des Schweigens) über diese Studie – den wir mit der zunehmenden Erderwärmung immer seltener benötigen.
En Garde und auf zur Diskussion, liebe Manager: Wie viel Stunden surfen Sie zur Entscheidungsvorbereitung im Netz? Videos anschauen, Blogs schreiben und Online spielen gilt nicht. J
Buchtipps ganz frisch von der Buchmesse
23. Oktober 2009 von Georg Blum
Nach den vielen Fachgesprächen in Halle 4.2. findet man einen Stock tiefer erfrischende Literatur. Drei wirklich interessante Bücher, die uns beim Stöbern und Schmökern aufgefallen sind:
Martin Lindstrom´s „Buy-Ology Warum wir kaufen, was wir kaufen“, erschienen im Campus Verlag. Martin Lindstrom beschreibt die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung und die Erkenntnisse für die Kommunikation.
Manfred Spitzer und Wulf Bertram´s „Hirnforschung für Neu(ro)gierige Braintertainment 2.0“, erschienen im Schattauer-Verlag. Die beiden Herren, die nebenher noch als Bandleader auftreten, fungieren als Herausgeber und haben auch – anders als Lindstrom – interessante Beiträge gesammelt. Besonders zu empfehlen: Der Epilog von Dr. Eckardt von Hirschhausen.
Chris Anderson´s „Free“, erschienen im Campus-Verlag. Den Autor treibt die Frage um, warum ist im Internet fast alles kostenlos. Und ist das wirklich so bzw. ist das gut so? Antworten gibt er auch: Wie kann man „free bzw. kostenlos“ nutzen, um trotzdem Geld zu verdienen?
Zu allen drei Büchern werden wir in den nächsten Infolettern Rezensionen veröffentlichen. Wer will kann sich ab Januar vorab auf der Webseite dazu registrieren. (www.CommunDia.de)
Warum Banken im Moment keinen Kredit vergeben?
26. Februar 2009 von Georg Blum
Die Antwort ist ganz einfach: Wer keinen Kredit mehr hat, der kann auch keinen Kredit vergeben. HAHAHA, Witz ist, wenn man trotzdem lacht. Oder, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Nicht alle Banken sind schlecht bzw. die Mitarbeiter handeln schlecht. Aber trotzdem möchte ich auffordern zum Nach- oder Umdenken.

Als ich in letzter Zeit häufig lesen und hören mußte, dass Banken nur selten, und dann auch noch mit höheren Auflagen und Preisen, Kredite vergeben, da dachte ich mir:
Warum leiht man sich sein Geld nicht bei anderen Unternehmen oder dem reichen deutschen Sparer?
Warum steigen nicht andere Firmen in das Bankgeschäft ein?
Letztendlich die alternative Lösung ist: Die Vergabe von Firmenanleihen.
Sie definieren die Bedingungen. Sie fragen bei derjenigen Zielgruppe nach Kredit, die Ihnen – vermutlich wohlgesonnen – ist. Sie entscheiden, wer Ihnen das Geld gibt.
Wie lautet ein amerikanisches Sprichwort so schön: Don’t compete, change the rules. Also drehen Sie den Spieß um. Tut nicht weh, bringt aber mehr. Krise = Chance
oder zumindest einen Versuch wert.

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