Stimulanzien mit extremer Wertsteigerung
26. November 2008 von Georg Blum
Es gibt sie noch. Anlagemöglichkeiten, mit denen man Spaß haben kann! Im Herbst, wenn die Blätter und Aktienkurse fallen, da geht eine kleine Gruppe an Spezialisten auf die Suche um einen besonderen Schatz zu heben. Aktueller Kurs dieses Schatzes ist 3.500 Euro je Kilo (FAZ 25.11.2008). Damit ist der Wert um 20 % höher als noch vor 2 Jahren. Nein, es handelt sich nicht um Gold.
Und, es ist nicht nur die Wertsteigerung, die einen zu wahren Höhenflügen “ver”führen kann. Nein, mit Red Bull oder dem Pegasus (erster Nike Laufschuh - inzwischen in 25 Jahren 25 Mio. Mal verkauft), hat das auch nichts zu tun. Es geht hier um ein Genussmittel der seltenen, aber durchaus bekannten Art.
Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Landwirtschaft behauptet, dass in einem guten Trüffel “in nicht geringen Mengen Substanzen von besorgniserregender Stimulationskraft: das Sexualhormon Androstenol” enthält. (Dies tritt bei Männern massiv in der Pubertät auf)
Warum werden Sie zurzeit mehr Trüffel finden als zu anderen Jahren? Ein Blick in Wikipedia bringt die Lösung: “Dort, wo sich Trüffel mit dem Wurzelgeflecht ihrer Wirtspflanze verbunden haben, entsteht häufig im Umkreis eine vegetationsgeschädigte Zone, auch „verbrannte Erde“ oder franz. Brûlée genannt.“ Das sind doch die Schlagworte, die uns täglich um die Ohren fliegen: Verbrannt (Geld), geschädigt (Kunden), Geflecht (Konzerne, die Staatshilfe beantragen). Also beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Trüffel-Suche.
Fazit: Zum einen, “Machen Sie in Trüffel”, das bringt Geld. Zum anderen: Verteilen Sie gezielt ein paar Essenzen (wenn beim Essen der/die Betroffene sich gerade Frisch macht). Das fördert zum einen … Sie wissen ja. Zum Anderen fördern Sie die positive Denkkultur. Denn eine Portion Nudeln mit Trüffel kann/sollte niemand verwehren. Vielleicht verwandelt sich ja dann ein “Bär” wieder in einen “Bullen”. Dann steigen auch die Aktien wieder. So einfach ist Wirtschaftspolitik.
Nicht Red Bull sondern “Black or White Knoll” verleiht Flügel. In diesem Sinne. No Big DEAL.
Kleiner XING-Scherz im Sommerloch
07. August 2008 von Jochen Mayer
Es gibt ja immer eine Ausrede keinen Vertrieb zu machen. Vor Weihnachten zum Beispiel, da sind doch Ihre Geschäftskunden nicht mehr offen für Ihre Services und Produkte. Oder nach Weihnachten, wenn jeder Skifahren ist, wer soll da ein Mailing lesen? Oder wenn CeBIT, EM, WM, Kriege, Erdbeben, die Olympiade, eine Mondlandung, Fomel 1, Ostern, Pfingsten, Sommer- und Herbstferien sind. Also eigentlich ist das ganze Jahr sehr ungünstig um Vertrieb zu machen.
Zur Zeit haben wir das Sommerloch, jahresurlaubige und präolympische Vertriebsflaute. Sie wollen Beweise? Schauen Sie doch mal bei XING wie wenige Mitglieder bei dieser Hitze Ihr Profil anschauen! Da mein Vertriebskonzept allerdings darauf setzt, dass irgendwann jemand mein XING-Profil anklickt und jedemenge-egal-was bestellt (ach Ihres auch?), will ich das pushen. Ich folge daher Peter Eichs Vorschlag einen prominenten neuen Kontakt als Statusmeldung zu faken, um die Zugriffe auch in einer saueren Gurken Zeit hochzuschrauben. Allerdings gleich richtig: “Jochen Mayer hat Jürgen Klinsmann, Barack Obama, den Dalai Lama und Jesus Christus als neuen Kontakt.”
Und es funktioniert: 72 Seitenaufrufe in bislang 9 Stunden. Wobei ich mich bei all denjenigen entschuldigen möchte, die durch diese Meldung irritiert waren und Anderen, deren religiösen Gefühle ich verletzt habe. Wirklich, es war nur ein kleiner Markttest. Falls ich dadurch bis Ende dieser Woche eine Neubeauftragung erhalten sollte werde ich einen Teil des Salärs spenden. Für meine neue Yacht.
So genug gelacht. No Big Deal leistet sich auch mal einen Scherz im Sommerloch. Vertrieblich ist ja gerade eh nicht soviel los. Und man kennt uns ja: wir können schon auch sehr fleißig sein. Peter Eich hatte die Idee übrigens auch geklaut. Von Uwe. Und der auch. Na ja das ist halt so im Sommerloch.
Abschließend möchte ich alle Leser bitten, diesen Unfug NICHT nachzumachen, Sie wissen ja nun, dass es funktioniert. Bitte klicken Sie auch keinesfalls auf den Link meines XING-Profil-Screenshots hier oben links. Und ich möchte natürlich nicht vergessen meinen Freunden Jürgen, Barack, Dalai und Jesus ganz ganz herzlich dafür zu danken, dass sie bei diesem Scherz mitgemacht haben
Was macht eigentlich…: die virtuelle 3D-Welt Second Life?
07. April 2008 von Carla Breidenstein
Nach der spektakulären Hochphase in 2007 ist es verdammt still geworden in der imaginablen Welt von Second Life. Berichteten die Medien im letzten Jahr fast täglich über die schillernde Plattform, scheint mittlerweile kein Hahn mehr danach zu krähen; Ein schnelllebiges Geschäft zollt seinen Tribut.
In der Web-Community und unter Marketingexperten wird schon länger gewörtelt: Lohnt sich der Aufwand für das dauerhafte Betreiben einer Präsenz in Second Life überhaupt? Für Privatmann/-frau vielleicht, wenn er/sie viel Zeit und Muße und sonst nichts zu tun hat oder mit seiner/ihrer realen Persönlichkeit unzufrieden ist und als Avatar/in seine/ihre Welt erobert. Aber für Unternehmen? Zwar steuerte Betreiber Linden Lab im Januar 2008 mit über 12 Millionen Nutzern auf einen neuen Einwohnerrekord zu, aber man munkelt, dass die Zahl der aktiven Avatare, wie die künstlichen Persönlichkeiten der User genannt werden, stetig sinkt, die Zahl der Karteileichen hingegen mächtig steigt.
Immer mehr Unternehmen steigen bei Second Life aus. Aktuellstes Beispiel: Mercedes Benz. Nur rund ein Jahr nach der Eröffnung einer virtuellen Dependance in Second Life sagt Mercedes-Benz jetzt bei der Online-Community „Good Bye“. Anfang 2008 macht die Deutsche Post ihre Filiale im Web dicht. Zuvor hatten sich schon der Computerhersteller Dell und Sportartikler adidas aus der bunten Welt der Avatare verabschiedet.
Niemand mag den Rückzug aus Second Life als Kapitulation eingestehen. Alle Unternehmen sahen ihr Engagement als Experiment, das sehr erfolgreich verlaufen sei, und aus dem man viel gelernt habe.
Aber warum nur ist es dann so still geworden im Second Life?
Der ganz normale E-Mail-Wahnsinn – Freitags nie
29. Februar 2008 von Georg Blum
Wenn etwas mit Kunden oder Kollegen geklärt, besprochen, diskutiert wird, wenn man informiert oder nachfragt, Outlook und Lotus Notes vertreten uns zu jeder Zeit in der indirekten Kommunikation. Egal ob der Kollege in einer anderen Stadt, in einem anderen Stockwerk oder am Schreibtisch gegenüber sitzt. Anstatt Dinge direkt zu besprechen, werden lieber fleißig E-Mails geschrieben, „in CC“ verschickt und entsprechend empfangen. Auch Chefs schreiben lieber Ihrer Assistentin ein E-Mail als ihr die Info direkt zu sagen.
Einer Studie des kalifornischen Marktforschungsinstitut Radicati zur Folge verschickt jeder Mitarbeiter täglich von seinem Arbeitsplatz schätzungsweise 47 E-Mails. Eine weitere Studie der University of Glasgow ergab, dass bis zu 40-mal in der Stunde das E-Mail-Programm aufgerufen wird. Selbst wenn es nur 40 Mal am Tag ist, dann sind das 40 Unterbrechungen der aktuellen Aufgaben.
Damit die Mitarbeiter in Ruhe bzw. effektiver arbeiten können, haben Firmen wie Intel, PBD oder manch andere amerikanischen Firmen einen – nicht ganz nachvollziehbaren – Weg gewählt, um die riesige E-Mail-Welle aufzuhalten: Sie haben die „No E-Mail Fridays“ eingeführt. An diesen Tagen ist das Versenden von E-Mails an interne Kollegen untersagt – Kunden und andere externe Parteien ausgeschlossen. Demnächst gibt es dann wohl den „No-Meeting-Friday“ oder den „No-Protokoll-Friday“. Alles was häufig vorkommt und wozu man keine Lust hat, wird am Freitag verdammt. Auch ‚ne Lösung. Ob es die Richtige ist?
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Das Neueste vom Neuesten – Nicht die handgestrickte Klorolle für die Hutablage
30. Januar 2008 von Georg Blum
Neues Jahr neues Glück. Also haben wir uns auf die Suche nach Neuheiten gemacht. Und Vertriebsideen im Online gibt es viele. No Big Deal, oder? Kennen Sie Etsy, DaWanda, Woot!, Luupo oder Polyvore? Nein, noch nicht. Deshalb hier ein paar witzige Beispiele, wie man neue Geschäftsmodelle definieren und realisieren kann.
Gleich zu beginn mein Favorit: Polyvor. Es werden hier Produktsets oder kleine Sortimente zum Anschauen und natürlich auch kaufen zusammengestellt. Die Produkte – und das ist das neue – können aus verschiedenen Online-Shops stammen. Die Sets sind meist eine schöne „fashionable“ oder lustige Zusammenstellung. Und wer einzelnes oder alles kaufen möchte, kann das über die Links auch tun.
Der neue Trend geht zum Selbermachen – und Verkaufen: Etsy. Das ist ein Portal zum Kaufen und Verkaufen von selbst gemachtem. So funktioniert es:
Und noch eine Seite für Home-Made.
DaWanda. Einzigartiges von kreativen Menschen – DaWanda ist der Marktplatz, auf dem Sie handgefertigte Einzelstücke und limitierte Editionen kaufen, Ihre eigenen Lieblingsstücke kreieren und Ihre Entdeckungen mit Freunden teilen können.
Woot.com konzentriert sich auf coole (was auch immer das bedeutet) Artikel. Das besondere daran ist das Motto: One deal a day. Die Initiatoren sprechen davon, dass Sie im Jahr 2043 rentabel sind. Genau dann, wenn sie in Rente gehen. Also die denken so wie wir auch. Cool eben. Testen Sie also selbst.
Und zum guten Schluss: Luupo.
Eine weitere Auktionsplattform. Die haben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen Preis erhalten. Der Gag dabei ist: Die Preise sinken. (so wie bei Undertool für Handwerker)
Jeder kann sich in gewisser Höhe die Währung „Luupos“ kaufen. Setzt man auf einen gewünschten Artikel seine Luupos, dann sinkt der Preis je Einsatz. Ähnlich wie beim Dart-Spiel. Ich treffe die 20, also sinkt mein Punktestand um 20.
Wer zu dem aktuellen Preis (nach mindestens einem Luupo-Einsatz) kaufen will, kann das tun. Wer warten will, dass der Preis evtl. auf 0 – (Ja, Sie haben richtig gelesen) in Worten „Null“, also kostenlos – sinkt, geht das auch. Nur ein wichtiges Detail muss man beachten. Nur wenn man selbst seine Luupos so einsetzt, dass der Preis mit seinem Einsatz auf Null runter geht, dann erhält man den Artikel „kostenlos“. Kostenlos ist – wie sie sagen werden, nicht ganz richtig: Der Preis hängt von der Höhe Ihres Einsatzes von Luupos ab. Aber auch spannend.
Was meinen Sie, was der neue Renner im Jahr 2008 werden wird!



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