Manager surfen 2 h täglich im Web – Ist das so?
14. November 2009 von Georg Blum
Eine jüngst in der FAZ (09.11.09) veröffentlichte Umfrage der Firma Virtual Identity beschreibt als wichtigstes Ergebnis: Manager surfen zwei Stunden im Netz, für die bessere Entscheidungsvorbereitung. Das sind bei einem 10 Stunden-Arbeitstag 20 % der Arbeitszeit.
Wir wissen nicht, bei welchem Friseur die Befragten auf dem Stuhl saßen, während die Umfrage durchgeführt wurde. Aber ein wenig bezweifeln wir das Ergebnis schon. Denn die Kernaufgaben der befragten Manager, welche aus mittelgroßen Unternehmen stammen, sind Kunden zu besuchen, in Meetings zu sitzen, Coaching und Jour-fixe abzuhalten und Entscheidungen zu treffen sowie diese zu verkünden. Von der Aufgabe Strategien zu entwickeln und umzusetzen, mal ganz abgesehen.
Fazit: Die Aussage „täglich 2 h im Web“ ist somit in die Kategorie „Ziele, Wünsche und Träume“ einzuordnen. Also hüllen wir besser den Mantel (des Schweigens) über diese Studie – den wir mit der zunehmenden Erderwärmung immer seltener benötigen.
En Garde und auf zur Diskussion, liebe Manager: Wie viel Stunden surfen Sie zur Entscheidungsvorbereitung im Netz? Videos anschauen, Blogs schreiben und Online spielen gilt nicht. J
Buchtipps ganz frisch von der Buchmesse
23. Oktober 2009 von Georg Blum
Nach den vielen Fachgesprächen in Halle 4.2. findet man einen Stock tiefer erfrischende Literatur. Drei wirklich interessante Bücher, die uns beim Stöbern und Schmökern aufgefallen sind:
Martin Lindstrom´s „Buy-Ology Warum wir kaufen, was wir kaufen“, erschienen im Campus Verlag. Martin Lindstrom beschreibt die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung und die Erkenntnisse für die Kommunikation.
Manfred Spitzer und Wulf Bertram´s „Hirnforschung für Neu(ro)gierige Braintertainment 2.0“, erschienen im Schattauer-Verlag. Die beiden Herren, die nebenher noch als Bandleader auftreten, fungieren als Herausgeber und haben auch – anders als Lindstrom – interessante Beiträge gesammelt. Besonders zu empfehlen: Der Epilog von Dr. Eckardt von Hirschhausen.
Chris Anderson´s „Free“, erschienen im Campus-Verlag. Den Autor treibt die Frage um, warum ist im Internet fast alles kostenlos. Und ist das wirklich so bzw. ist das gut so? Antworten gibt er auch: Wie kann man „free bzw. kostenlos“ nutzen, um trotzdem Geld zu verdienen?
Zu allen drei Büchern werden wir in den nächsten Infolettern Rezensionen veröffentlichen. Wer will kann sich ab Januar vorab auf der Webseite dazu registrieren. (www.CommunDia.de)
Warum Banken im Moment keinen Kredit vergeben?
26. Februar 2009 von Georg Blum
Die Antwort ist ganz einfach: Wer keinen Kredit mehr hat, der kann auch keinen Kredit vergeben. HAHAHA, Witz ist, wenn man trotzdem lacht. Oder, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Nicht alle Banken sind schlecht bzw. die Mitarbeiter handeln schlecht. Aber trotzdem möchte ich auffordern zum Nach- oder Umdenken.

Als ich in letzter Zeit häufig lesen und hören mußte, dass Banken nur selten, und dann auch noch mit höheren Auflagen und Preisen, Kredite vergeben, da dachte ich mir:
Warum leiht man sich sein Geld nicht bei anderen Unternehmen oder dem reichen deutschen Sparer?
Warum steigen nicht andere Firmen in das Bankgeschäft ein?
Letztendlich die alternative Lösung ist: Die Vergabe von Firmenanleihen.
Sie definieren die Bedingungen. Sie fragen bei derjenigen Zielgruppe nach Kredit, die Ihnen – vermutlich wohlgesonnen – ist. Sie entscheiden, wer Ihnen das Geld gibt.
Wie lautet ein amerikanisches Sprichwort so schön: Don’t compete, change the rules. Also drehen Sie den Spieß um. Tut nicht weh, bringt aber mehr. Krise = Chance
oder zumindest einen Versuch wert.
Stimulanzien mit extremer Wertsteigerung
26. November 2008 von Georg Blum
Es gibt sie noch. Anlagemöglichkeiten, mit denen man Spaß haben kann! Im Herbst, wenn die Blätter und Aktienkurse fallen, da geht eine kleine Gruppe an Spezialisten auf die Suche um einen besonderen Schatz zu heben. Aktueller Kurs dieses Schatzes ist 3.500 Euro je Kilo (FAZ 25.11.2008). Damit ist der Wert um 20 % höher als noch vor 2 Jahren. Nein, es handelt sich nicht um Gold.
Und, es ist nicht nur die Wertsteigerung, die einen zu wahren Höhenflügen “ver”führen kann. Nein, mit Red Bull oder dem Pegasus (erster Nike Laufschuh - inzwischen in 25 Jahren 25 Mio. Mal verkauft), hat das auch nichts zu tun. Es geht hier um ein Genussmittel der seltenen, aber durchaus bekannten Art.
Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Landwirtschaft behauptet, dass in einem guten Trüffel “in nicht geringen Mengen Substanzen von besorgniserregender Stimulationskraft: das Sexualhormon Androstenol” enthält. (Dies tritt bei Männern massiv in der Pubertät auf)
Warum werden Sie zurzeit mehr Trüffel finden als zu anderen Jahren? Ein Blick in Wikipedia bringt die Lösung: “Dort, wo sich Trüffel mit dem Wurzelgeflecht ihrer Wirtspflanze verbunden haben, entsteht häufig im Umkreis eine vegetationsgeschädigte Zone, auch „verbrannte Erde“ oder franz. Brûlée genannt.“ Das sind doch die Schlagworte, die uns täglich um die Ohren fliegen: Verbrannt (Geld), geschädigt (Kunden), Geflecht (Konzerne, die Staatshilfe beantragen). Also beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Trüffel-Suche.
Fazit: Zum einen, “Machen Sie in Trüffel”, das bringt Geld. Zum anderen: Verteilen Sie gezielt ein paar Essenzen (wenn beim Essen der/die Betroffene sich gerade Frisch macht). Das fördert zum einen … Sie wissen ja. Zum Anderen fördern Sie die positive Denkkultur. Denn eine Portion Nudeln mit Trüffel kann/sollte niemand verwehren. Vielleicht verwandelt sich ja dann ein “Bär” wieder in einen “Bullen”. Dann steigen auch die Aktien wieder. So einfach ist Wirtschaftspolitik.
Nicht Red Bull sondern “Black or White Knoll” verleiht Flügel. In diesem Sinne. No Big DEAL.
Kleiner XING-Scherz im Sommerloch
07. August 2008 von Jochen Mayer
Es gibt ja immer eine Ausrede keinen Vertrieb zu machen. Vor Weihnachten zum Beispiel, da sind doch Ihre Geschäftskunden nicht mehr offen für Ihre Services und Produkte. Oder nach Weihnachten, wenn jeder Skifahren ist, wer soll da ein Mailing lesen? Oder wenn CeBIT, EM, WM, Kriege, Erdbeben, die Olympiade, eine Mondlandung, Fomel 1, Ostern, Pfingsten, Sommer- und Herbstferien sind. Also eigentlich ist das ganze Jahr sehr ungünstig um Vertrieb zu machen.
Zur Zeit haben wir das Sommerloch, jahresurlaubige und präolympische Vertriebsflaute. Sie wollen Beweise? Schauen Sie doch mal bei XING wie wenige Mitglieder bei dieser Hitze Ihr Profil anschauen! Da mein Vertriebskonzept allerdings darauf setzt, dass irgendwann jemand mein XING-Profil anklickt und jedemenge-egal-was bestellt (ach Ihres auch?), will ich das pushen. Ich folge daher Peter Eichs Vorschlag einen prominenten neuen Kontakt als Statusmeldung zu faken, um die Zugriffe auch in einer saueren Gurken Zeit hochzuschrauben. Allerdings gleich richtig: “Jochen Mayer hat Jürgen Klinsmann, Barack Obama, den Dalai Lama und Jesus Christus als neuen Kontakt.”
Und es funktioniert: 72 Seitenaufrufe in bislang 9 Stunden. Wobei ich mich bei all denjenigen entschuldigen möchte, die durch diese Meldung irritiert waren und Anderen, deren religiösen Gefühle ich verletzt habe. Wirklich, es war nur ein kleiner Markttest. Falls ich dadurch bis Ende dieser Woche eine Neubeauftragung erhalten sollte werde ich einen Teil des Salärs spenden. Für meine neue Yacht.
So genug gelacht. No Big Deal leistet sich auch mal einen Scherz im Sommerloch. Vertrieblich ist ja gerade eh nicht soviel los. Und man kennt uns ja: wir können schon auch sehr fleißig sein. Peter Eich hatte die Idee übrigens auch geklaut. Von Uwe. Und der auch. Na ja das ist halt so im Sommerloch.
Abschließend möchte ich alle Leser bitten, diesen Unfug NICHT nachzumachen, Sie wissen ja nun, dass es funktioniert. Bitte klicken Sie auch keinesfalls auf den Link meines XING-Profil-Screenshots hier oben links. Und ich möchte natürlich nicht vergessen meinen Freunden Jürgen, Barack, Dalai und Jesus ganz ganz herzlich dafür zu danken, dass sie bei diesem Scherz mitgemacht haben

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