Kleiner XING-Scherz im Sommerloch

07. August 2008 von Jochen Mayer

Es gibt ja immer eine Ausrede keinen Vertrieb zu machen. Vor Weihnachten zum Beispiel, da sind doch Ihre Geschäftskunden nicht mehr offen für Ihre Services und Produkte. Oder nach Weihnachten, wenn jeder Skifahren ist, wer soll da ein Mailing lesen? Oder wenn CeBIT, EM, WM, Kriege, Erdbeben, die Olympiade, eine Mondlandung, Fomel 1, Ostern, Pfingsten, Sommer- und Herbstferien sind. Also eigentlich ist das ganze Jahr sehr ungünstig um Vertrieb zu machen.

xingjo.jpgZur Zeit haben wir das Sommerloch, jahresurlaubige und präolympische Vertriebsflaute. Sie wollen Beweise? Schauen Sie doch mal bei XING wie wenige Mitglieder bei dieser Hitze Ihr Profil anschauen! Da mein Vertriebskonzept allerdings darauf setzt, dass irgendwann jemand mein XING-Profil anklickt und jedemenge-egal-was bestellt (ach Ihres auch?), will ich das pushen. Ich folge daher Peter Eichs Vorschlag einen prominenten neuen Kontakt als Statusmeldung zu faken, um die Zugriffe auch in einer saueren Gurken Zeit hochzuschrauben. Allerdings gleich richtig: “Jochen Mayer hat Jürgen Klinsmann, Barack Obama, den Dalai Lama und Jesus Christus als neuen Kontakt.”

Und es funktioniert: 72 Seitenaufrufe in bislang 9 Stunden. Wobei ich mich bei all denjenigen entschuldigen möchte, die durch diese Meldung irritiert waren und Anderen, deren religiösen Gefühle ich verletzt habe. Wirklich, es war nur ein kleiner Markttest. Falls ich dadurch bis Ende dieser Woche eine Neubeauftragung erhalten sollte werde ich einen Teil des Salärs spenden. Für meine neue Yacht.

So genug gelacht. No Big Deal leistet sich auch mal einen Scherz im Sommerloch. Vertrieblich ist ja gerade eh nicht soviel los. Und man kennt uns ja: wir können schon auch sehr fleißig sein. Peter Eich hatte die Idee übrigens auch geklaut. Von Uwe. Und der auch. Na ja das ist halt so im Sommerloch.

Abschließend möchte ich alle Leser bitten, diesen Unfug NICHT nachzumachen, Sie wissen ja nun, dass es funktioniert. Bitte klicken Sie auch keinesfalls auf den Link meines XING-Profil-Screenshots hier oben links. Und ich möchte natürlich nicht vergessen meinen Freunden Jürgen, Barack, Dalai und Jesus ganz ganz herzlich dafür zu danken, dass sie bei diesem Scherz mitgemacht haben :-)

Was macht eigentlich…: die virtuelle 3D-Welt Second Life?

07. April 2008 von Carla Breidenstein

Nach der spektakulären Hochphase in 2007 ist es verdammt still geworden in der imaginablen Welt von Second Life. Berichteten die Medien im letzten Jahr fast täglich über die schillernde Plattform, scheint mittlerweile kein Hahn mehr danach zu krähen; Ein schnelllebiges Geschäft zollt seinen Tribut.

In der Web-Community und unter Marketingexperten wird schon länger gewörtelt: Lohnt sich der Aufwand für das dauerhafte Betreiben einer Präsenz in Second Life überhaupt? Für Privatmann/-frau vielleicht, wenn er/sie viel Zeit und Muße und sonst nichts zu tun hat oder mit seiner/ihrer realen Persönlichkeit unzufrieden ist und als Avatar/in seine/ihre Welt erobert. Aber für Unternehmen? Zwar steuerte Betreiber Linden Lab im Januar 2008 mit über 12 Millionen Nutzern auf einen neuen Einwohnerrekord zu, aber man munkelt, dass die Zahl der aktiven Avatare, wie die künstlichen Persönlichkeiten der User genannt werden, stetig sinkt, die Zahl der Karteileichen hingegen mächtig steigt.

Immer mehr Unternehmen steigen bei Second Life aus. Aktuellstes Beispiel: Mercedes Benz. Nur rund ein Jahr nach der Eröffnung einer virtuellen Dependance in Second Life sagt Mercedes-Benz jetzt bei der Online-Community „Good Bye“. Anfang 2008 macht die Deutsche Post ihre Filiale im Web dicht. Zuvor hatten sich schon der Computerhersteller Dell und Sportartikler adidas aus der bunten Welt der Avatare verabschiedet.

Niemand mag den Rückzug aus Second Life als Kapitulation eingestehen. Alle Unternehmen sahen ihr Engagement als Experiment, das sehr erfolgreich verlaufen sei, und aus dem man viel gelernt habe.

Aber warum nur ist es dann so still geworden im Second Life?

Der ganz normale E-Mail-Wahnsinn – Freitags nie

29. Februar 2008 von Georg Blum

Wenn etwas mit Kunden oder Kollegen geklärt, besprochen, diskutiert wird, wenn man informiert oder nachfragt, Outlook und Lotus Notes vertreten uns zu jeder Zeit in der indirekten Kommunikation. Egal ob der Kollege in einer anderen Stadt, in einem anderen Stockwerk oder am Schreibtisch gegenüber sitzt. Anstatt Dinge direkt zu besprechen, werden lieber fleißig E-Mails geschrieben, „in CC“ verschickt und entsprechend empfangen. Auch Chefs schreiben lieber Ihrer Assistentin ein E-Mail als ihr die Info direkt zu sagen.

Einer Studie des kalifornischen Marktforschungsinstitut Radicati zur Folge verschickt jeder Mitarbeiter täglich von seinem Arbeitsplatz schätzungsweise 47 E-Mails. Eine weitere Studie der University of Glasgow ergab, dass bis zu 40-mal in der Stunde das E-Mail-Programm aufgerufen wird. Selbst wenn es nur 40 Mal am Tag ist, dann sind das 40 Unterbrechungen der aktuellen Aufgaben.

Damit die Mitarbeiter in Ruhe bzw. effektiver arbeiten können, haben Firmen wie Intel, PBD oder manch andere amerikanischen Firmen einen – nicht ganz nachvollziehbaren – Weg  gewählt, um die riesige E-Mail-Welle aufzuhalten: Sie haben die „No E-Mail Fridays“ eingeführt. An diesen Tagen ist das Versenden von E-Mails an interne Kollegen untersagt – Kunden und andere externe Parteien ausgeschlossen. Demnächst gibt es dann wohl den „No-Meeting-Friday“ oder den „No-Protokoll-Friday“. Alles was häufig vorkommt und wozu man keine Lust hat, wird am Freitag verdammt. Auch ‚ne Lösung. Ob es die Richtige ist?

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Neues Jahr neues Glück. Also haben wir uns auf die Suche nach Neuheiten gemacht. Und Vertriebsideen im Online gibt es viele. No Big Deal, oder? Kennen Sie Etsy, DaWanda, Woot!, Luupo oder Polyvore? Nein, noch nicht. Deshalb hier ein paar witzige Beispiele, wie man neue Geschäftsmodelle definieren und realisieren kann.

Gleich zu beginn mein Favorit: PolyvorEs werden hier Produktsets oder kleine Sortimente zum Anschauen und natürlich auch kaufen zusammengestellt. Die Produkte – und das ist das neue – können aus verschiedenen Online-Shops stammen. Die Sets sind meist eine schöne „fashionable“ oder lustige Zusammenstellung. Und wer einzelnes oder alles kaufen möchte, kann das über die Links auch tun.

Der neue Trend geht zum Selbermachen – und Verkaufen: Etsy. Das ist ein Portal zum Kaufen und Verkaufen von selbst gemachtem. So funktioniert es:

Und noch eine Seite für Home-Made.
DaWanda. Einzigartiges von kreativen Menschen – DaWanda ist der Marktplatz, auf dem Sie handgefertigte Einzelstücke und limitierte Editionen kaufen, Ihre eigenen Lieblingsstücke kreieren und Ihre Entdeckungen mit Freunden teilen können.

Woot.com konzentriert sich auf coole (was auch immer das bedeutet) Artikel. Das besondere daran ist das Motto: One deal a day. Die Initiatoren sprechen davon, dass Sie im Jahr 2043 rentabel sind. Genau dann, wenn sie in Rente gehen. Also die denken so wie wir auch. Cool eben. Testen Sie also selbst.

Und zum guten Schluss: Luupo.
Eine weitere Auktionsplattform. Die haben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen Preis erhalten. Der Gag dabei ist: Die Preise sinken. (so wie bei Undertool für Handwerker) 
Jeder kann sich in gewisser Höhe die Währung „Luupos“ kaufen. Setzt man auf einen gewünschten Artikel seine Luupos, dann sinkt der Preis je Einsatz. Ähnlich wie beim Dart-Spiel. Ich treffe die 20, also sinkt mein Punktestand um 20.
Wer zu dem aktuellen Preis (nach mindestens einem Luupo-Einsatz) kaufen will, kann das tun. Wer warten will, dass der Preis evtl. auf 0 – (Ja, Sie haben richtig gelesen) in Worten „Null“, also kostenlos – sinkt, geht das auch. Nur ein wichtiges Detail muss man beachten. Nur wenn man selbst seine Luupos so einsetzt, dass der Preis mit seinem Einsatz auf Null runter geht, dann erhält man den Artikel „kostenlos“. Kostenlos ist – wie sie sagen werden, nicht ganz richtig: Der Preis hängt von der Höhe Ihres Einsatzes von Luupos ab. Aber auch spannend.

Was meinen Sie, was der neue Renner im Jahr 2008 werden wird!

Veranstaltungstipp für Frankfurt: Aufschwung-Messe am 12.2.

27. Dezember 2007 von Carla Breidenstein

Am 12.2.2008 findet in der IHK Frankfurt am Main die 2. AUFSCHWUNG Messe und Kongress für Existenzgründung und junge Unternehmen statt. Nachdem bei der Erstveranstaltung 1.800 Teilnehmer kamen, werden in 2008 bis zu 2.500 Fachbesucher, darunter Existenzgründer, Jungunternehmer und wichtige Multiplikatoren erwartet. Rund 80 Aussteller, darunter Unternehmensberater, Franchisegeber, Finanzdienstleister, Gründungsnetzwerke und -initiativen, präsentieren auf der AUFSCHWUNG ihre Angebote. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein buntes Rahmenprogramm.

Der Veranstalter lädt alle Business Blogger aus dem deutschsprachigen Raum in die Bloggerlounge der AUFSCHWUNG 2008 ein. Über einen kostenfreien W-LAN Zugang kann man über die Messe berichten, Interviews mit Gründern und Unternehmern führen und natürlich netzwerken. Die Veranstaltung bietet allen Business Blogger eine ideale Plattform um sich im persönlichen Gespräch auszutauschen und neue Kooperationsprojekte anzustoßen.

Weiterführende Informationen zur Bloggerlounge auf der Aufschwung 2008 sowie eine aktuelle Liste der bereits angemeldeten Blogger gibt es beim Best-Practice-Business-Blog von Burkhard Schneider.