Werte gewinnen.

22. Juli 2010 von Gastautor

Meine Oma hat es immer in ihren mehr oder weniger vorhandenen Bart gemurmelt, wenn sie mit Menschen konfrontiert war, die ihr nicht gefallen haben. Meine Oma hatte ein großes Herz. Sie verurteilte Menschen nicht. Sie hatte viel erlebt seit ihrer Geburt im Jahr 1894 (damals hieß Raider noch nicht mal Twix). Das schärfte ihre Aufmerksamkeit für Menschen und deren Handlungen.

Ihr Mantra sprach sie in den Momenten, wo sie für sich festgestellt hat, dass ein einfaches Versprechen nicht gehalten wurde. Das konnte der Nachbar sein, der hoch und heilig versprochen hat, die Milch mit zur Ablieferstelle der Molkerei mitzunehmen – und nicht kam.

Oder die fliegende Händlerin, die seit Jahren über die Dörfer fuhr und bei jedem Besuch versicherte, dass es ihr leid tut, die günstigeren Küchenhandtücher wieder nicht dabei zu haben. Eines Tages, nach dem dritten oder vierten Vertrösten, forderte die Händlerin meine Oma vielmehr auf, die Teuren zu kaufen, die ja genauso gut sind und nur teurer.

Waren teurer, die Dinger, halten genauso gut und vermutlich waren die günstigen deshalb nicht dabei. Gekauft hat meine Oma bei der Händlerin nie mehr etwas. Es ging ihr nicht nur um die paar Mark mehr. Es ging ihr um das Versprechen, das nicht gehalten wurde. Die Händlerin war seit dem für allezeit verbrannt in dem 3 Generationen-Haushalt auf dem Dorf, im Dorf und um Ulm herum. Verbrannt. Markiert. Marke.

Akteure, nicht nur Produkte, sind Marken. Was ist übrigens Ihre Personenmarke? Und wie groß der Selbstbild/Fremdbild – Gap?

Als deutsch-amerikanische Unternehmerin habe ich mich schon früh auf den Weg gemacht, meine Marke zu “branden”. Mitte 20 im Wirtschaftsstudium stand meine Vision: Ein eigenes Unternehmen, das Menschen den Nutzen bringt, den sie suchen. Oder brauchen. Am besten beides. Jetzt bin ich 20+ … wir sind im Übergang einer technisch-orientierten Wirtschaft zu einer Wirtschaft, in denen unsere Haltungen eine immer größere Rolle spielen. Menschen erleben sich in einer Umwelt der Unsicherheit oder zumindest Unzuverlässigkeit und ihre Kaufentscheidungen sind oft „decisions under uncertainty“.

Entgegen dem Spruch „jeden Morgen steht ein neuer Dummer auf“ habe ich Kunden, die nicht dumm sind und auch nicht immer so ein schlechtes Gedächtnis haben, wie gerne angenommen wird. Und daher bin ich stolz auf meine Kunden. Geben wir unseren Kunden Klarheit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit, statt Sprüchen, Opportunismus und oldschoolish Bullshit. Gewinnen wir damit. Als unternehmerische Vision

Den Gastbeitrag schrieb Ulrike Berlenbach, Social Media Marketing Beraterin, Business Coach, Trainerin und Moderatorin. Das Foto ist Eigentum von Ulrike Berlenbach, Nutzung nur nach schriftlicher Erlaubnis.

Interview mit Sophia Siegenthaler

04. Juni 2010 von Jochen Mayer

Sophia U. Siegenthaler
Unternehmerin / PR-Beraterin
PR für Sie. gmbh
Email sie@prfuersie.ch
XING www.xing.com/profile//SophiaUrsula_Siegenthaler
Hobbies joggen, schwimmen, tanzen, lesen, Astrologie, Kino, Kultur
Best Business Book How to become a rainmaker, Jeffrey J. Fox
Berufliches Vorbild Eva-Maria Zurhorst, www.liebedichselbst.de

Wie fängt Ihr typischer Arbeitstag an?
Bei jedem Wetter mit einem Spaziergang oder einer Runde joggen mit meinem Labrador Leopold. Anschliessend bei einem Cappuccino, ein, zwei Zeitungen lesen bzw. kurz überfliegen. Mails checken.

.. und wie hört er auf?
Letzte Mails beantworten.

Glauben Sie, dass man auf dem Golfplatz lukrative Geschäfte anbahnen kann?
Sagt man… Selbst gehe ich lieber joggen, schwimmen oder tanzen.

Wieviel Aufwand betreiben Sie für aktives Networking und was funktioniert am besten für Sie?
Persönliche Kontakte pflegen – vor allem live.

Haben Sie jemals ein Geschäft über XING abgeschlossen?
Habe den Grafiker, welcher meine Website gestaltete, via Xing (an einem Xing-Treffen in Aarau) kennen gelernt.

Wenn ich Ihnen 100.000 Euro extra für Ihr Budget geben würde, was würden Sie damit tun?
Tierschutzorganisationen wie www.sos-animali-international.com unterstützen.

Welche persönliche Vertriebserfahrung hat Sie am meisten beeindruckt?
Bei kleinen Budgets: Guerilla-Marketing.

Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
„Robina“ Hood zu sein – und das Geld zwischen Arm und Reich auszugleichen.

Was wollten Sie als Kind „später“ mal werden?
Lehrerin, Krankenschwester oder Meeresbiologin sowie Tierärztin.

An welcher Stelle haben Ihrer Meinung nach die meisten Unternehmen Schwächen im Marketing und Vertrieb?
Im Bereich Marketing/Kommunikation/PR: Das die Leitbilder in der Krise zur Farce werden. Transparent, offen und ehrlich kommunizieren wird von Dementis abgelöst….

Wenn ich Ihnen eine persönlichen Coach sponsern würde, was würden Sie mit ihm besprechen?
Als Unternehmerin und Coach lasse ich mich immer wieder regelmässig zu beruflichen  und privaten Themen coachen. Gerade bezüglich meiner Coachingtätigkeit gehört dies zur Qualitätssicherung.

Barhockertest: Wenn jemand Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung kauft. Was wird er abends in einer Bar davon erzählen?
Sie arbeitet mit Herzblut und Leidenschaft. Die „Chemie“ stimmt. Ich habe Vertrauen in sie und ihre Fähigkeiten.

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren MitarbeiterInnen?
Initiative, Mitdenken, Selbstständigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit.


Mini fahren bringt Maxi Spaß – Teil 2

28. April 2010 von Georg Blum

Ohne Worte oder wer war noch mal Meat Loaf?

High Speed Mini

27. April 2010 von Georg Blum

Mini fahren ist Maxi Spaß.

Eine nette idee ist die Darstellung der intrinsichen Motivation in diesem Film.

Behavioral Economics of Intrinisc Motivation from jeff monday on Vimeo.