Krise – welche Krise?

10. Juli 2009 von Georg Blum

bauer_stollwerkKrise – welche Krise?

Das denkt sich der Bauer, der auf dem heutigen Titelbild und Geschichte der FAZ sich “beinahe lasziv” in Pose wirft.

Da ich im CRM (Customer Relationship Management) aktiv bin, fällt mir nur eine Adaption dazu ein:

Für unseren Star auf der Titelseite ist das Cow Relationship Management. Aber auch dass wird ihn wohl nicht interessieren. :-)

Recht hat er. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Carpe diem

Boris-Becker-TVJetzt kann man mal wieder darüber streiten, ob Boris Becker Grenzen überschreitet oder durch einen medialen Hechtsprung das Medium Internet revolutioniert. Auf jeden Fall bekommt er die Aufmerksamkeit, die er benötigt. Oder die ihm gebührt.

Mit seinem neuen Auftritt unter www.Boris-Becker.TV ist er mal wieder unschlagbar. Das Medium bietet ihm die Grundlage für einen 1A-Aufschlag. Alle können ihm bei seinen „Ähs“ über die Schulter schauen. Und Kritik schlägt er locker mit seiner Rückhand in das digitale Universum zurück. Kein Longline-, äh Online-Video darf fehlen. Big Brother lässt grüßen. Von der Hochzeit bis zum Modeevent – alles ist nun im BBBB.TV online zu sehen.

Am besten gefällt mir sein Satz im Anschluss zur Pressekonferenz. Er selbst sagte zum Ziel der Webseite vor laufender Kamera – und mit ernstem Gesicht: „Man bekommt Einblick in das Machen und Tun von Boris Becker!“ Das sagte er so selbstbewusst und ausdrucksstark, als ob er endlich ein Double gefunden hätte, das ihm die riskanten Aufnahmen bei Modenschauen, Autopräsentationen oder in Wäschekammern abnehmen wird.

OK. Bobbele ist mal wieder ganz er selbst und vorne dabei. Das ist doch zumindest ein Grund sich ihm mal kurz zu widmen.

Game, Set and Klatsch, Äh Match, Becker.

Stimulanzien mit extremer Wertsteigerung

26. November 2008 von Georg Blum

Es gibt sie noch. Anlagemöglichkeiten, mit denen man Spaß haben kann! Im Herbst, wenn die Blätter und Aktienkurse fallen, da geht eine kleine Gruppe an Spezialisten auf die Suche um einen besonderen Schatz zu heben. Aktueller Kurs dieses Schatzes ist 3.500 Euro je Kilo (FAZ 25.11.2008). Damit ist der Wert um 20 % höher als noch vor 2 Jahren. Nein, es handelt sich nicht um Gold.

Und, es ist nicht nur die Wertsteigerung, die einen zu wahren Höhenflügen “ver”führen kann. Nein, mit Red Bull oder dem Pegasus (erster Nike Laufschuh - inzwischen in 25 Jahren 25 Mio. Mal verkauft), hat das auch nichts zu tun. Es geht hier um ein Genussmittel der seltenen, aber durchaus bekannten Art.

Gerade in der aktuellen Stimmung sollten man manchem Journalisten, Politiker oder anderen Miesepeter diese Knolle (eigentlich ist es ja ein Pilz) mal mehr oder weniger direkt in das Essen mischen. Sie wissen, was ich meine? Genau – Trüffel.

Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Landwirtschaft behauptet, dass in einem guten Trüffel “in nicht geringen Mengen Substanzen von besorgniserregender Stimulationskraft: das Sexualhormon Androstenol” enthält. (Dies tritt bei Männern massiv in der Pubertät auf)

Warum werden Sie zurzeit mehr Trüffel finden als zu anderen Jahren? Ein Blick in Wikipedia bringt die Lösung: “Dort, wo sich Trüffel mit dem Wurzelgeflecht ihrer Wirtspflanze verbunden haben, entsteht häufig im Umkreis eine vegetationsgeschädigte Zone, auch „verbrannte Erde“ oder franz. Brûlée genannt.“ Das sind doch die Schlagworte, die uns täglich um die Ohren fliegen: Verbrannt (Geld), geschädigt (Kunden), Geflecht (Konzerne, die Staatshilfe beantragen).  Also beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Trüffel-Suche.

Fazit: Zum einen, “Machen Sie in Trüffel”, das bringt Geld. Zum anderen: Verteilen Sie gezielt ein paar Essenzen (wenn beim Essen der/die Betroffene sich gerade Frisch macht). Das fördert zum einen … Sie wissen ja. Zum Anderen fördern Sie die positive Denkkultur. Denn eine Portion Nudeln mit Trüffel kann/sollte niemand verwehren. Vielleicht verwandelt sich ja dann ein “Bär” wieder in einen “Bullen”. Dann steigen auch die Aktien wieder. So einfach ist Wirtschaftspolitik.

Nicht Red Bull sondern “Black or White Knoll” verleiht Flügel. In diesem Sinne. No Big DEAL.

Interview mit Till Achinger

16. September 2008 von Jochen Mayer

  Till S. Achinger
  Mitgründer & Kundenfinder
   
  Sonntagmorgen Kaffee
   
 Email till@sonntagmorgen.com
 XING www.xing.com/profile/Till_Achinger
 Hobbies Sport zu Fuß und auf Rädern
 Best Business Book Muss ich wohl noch entdecken. Vielleicht Tipping Point oder Access. Inspirierend finde ich die Lektüre der soziologischen Systemtheorie.
 Berufliches Vorbild Für jeweils ganz spezielle Eigenschaften meine Eltern.

Wie fängt Ihr typischer Arbeitstag an?
Kaffee kochen, Rechner an und die Bookmarks unter “Morgencheck” öffnen: Media-Monitoring, Web Analytics, Bestellübersicht, Adwords etc.

.. und wie hört er auf?
Ein letzter Blick auf Twitter, Blogs und die Bestellungen des Tages. Notizzettel einsortieren und Kaffeetassen in die Spülmaschine. Wenn es noch hell ist, fahre ich mit dem Motorrad auf Umwegen nach Hause.

Glauben Sie, dass man auf dem Golfplatz lukrative Geschäfte anbahnen kann?
Ganz sicher, wie auch im Regionalzug, auf der Herrentoilette oder in der Schlange an der Supermarktkasse. Verkaufen kann man überall.

Wieviel Aufwand betreiben Sie für aktives Networking und was funktioniert am besten für Sie?
Der zeitliche Aufwand ist hoch, schlägt aber nicht als Arbeitslast nieder. Glücklicherweise bin ich auch geschäftlich von sympathischen Menschen umgeben. Wenn ich in andere Städte komme, mache ich mir eine Kaffee-Date-Liste. Ein Tipp noch: Heiraten Sie sich einen A-Nachnamen an!

Haben Sie jemals ein Geschäft über XING abgeschlossen?
Nein.

Wenn ich Ihnen 100.000 Euro extra für Ihr Budget geben würde, was würden Sie damit tun?
Einen zusätzlichen Programmierer einstellen, uns Bio-zertifizieren lassen, neue Verpackungen bestellen und tonnenweise Rohkaffee importieren, allen voran australischen. Von dem, was übrig bleibt, bestellen wir Pizza.

Welche persönliche Vertriebserfahrung hat Sie am meisten beeindruckt?
Walnüsse verkaufen vor der Haustür. Nach einer guten halben Stunde habe ich dem Direktvertrieb lebewohl gesagt und meine restliche Ernte einem Bauern aufgeschwatzt.

Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
Die Zeit anhalten zu können, um wichtigen Dingen gebührend Raum zu lassen oder einfach mal länger in der Sonne zu sitzen.

Was wollten Sie als Kind „später“ mal werden?
Ein Fahrradladen hätte mir gefallen oder eine Firma mit ganz vielen Lastwagen. Für Beides ist es noch nicht zu spät.

An welcher Stelle haben Ihrer Meinung nach die meisten Unternehmen Schwächen im Marketing und Vertrieb?
Bestandskundenpflege, die über Werbe-Newsletter hinausgeht.

Wenn ich Ihnen eine persönlichen Coach sponsern würde, was würden Sie mit ihm besprechen?
Zeitmanagement und Prioritätensetzung.

Barhockertest: Wenn jemand Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung kauft. Was wird er abends in einer Bar davon erzählen?
Ich wollte nur dieses selber Mischen ausprobieren und nun bin ich süchtig nach diesem Kaffee.

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren MitarbeiterInnen?
Eigeninitiative, die Fähigkeit, ein paar Schritte voraus zu denken, vor allem aber das “Feuer”, das Antrieb gibt ohne auszubrennen.

 

Interview mit Robert Basic

05. Juni 2008 von Jochen Mayer

 rob-basic.jpg Robert Basic
CEO, CIO, CTO und CBO

Basic Thinking

Email robert.basic@gmail.com
XING xing.com/profile/Robert_Basic
Hobbies Schlafen
Best Business Book Malcolm Gladwell: Tipping Point
Berufliches Vorbild Richard Branson

Wie fängt Ihr typischer Arbeitstag an?
Computer einschalten.

.. und wie hört er auf?
Computer ausschalten.

Glauben Sie, dass man auf dem Golfplatz lukrative Geschäfte anbahnen kann?
Dummerweise gibt es noch kein Golfspiel mit Kennenlern-Faktor, also weiß ich es nicht, man hört aber so Einiges aus dem Real Life, dass Manager so ganz und gar ins Grüne vernarrt sind, wer hätte sich das gedacht.

Wieviel Aufwand betreiben Sie für aktives Networking und was funktioniert am besten für Sie?
Kann man Bloggen als weltweites Networking betrachten? Ob ja oder nein, es funktioniert so oder so .

Haben Sie jemals ein Geschäft über XING abgeschlossen?
Dazu müsste ich wohl “ich suche” und “ich biete” endlich ernst nehmen und so anpassen, das nichts von der Suche nach dem Sinn des Lebens drin steht oder meinem scheckheftgepflegten Polo mit 1 Mio KM oder meinem verloreren Kater (worauf mich aber schon mehrfach bevorzugt weibliche Kontakte angesprochen haben, ob der wieder da sei, was ich natürlich ganz ernsthaft verneinen tue).

Wenn ich Ihnen 100.000 Euro extra für Ihr Budget geben würde, was würden Sie damit tun?
Erstens freut es mich, dass sie mit Geld so freizügig umgehen, zweitens würde ich nachverhandeln und drittens würde ich wenig versprechen, um mehr halten zu können .

Welche persönliche Vertriebserfahrung hat Sie am meisten beeindruckt?
Dass man nicht zu selten gar nicht auf den Kunden zugehen muss, die kommen von selbst. Sprich, wenn man keinen Vertrieb machen muss und es klappt dennoch. Das spart Vertriebsprovisionen én masse.

Welche magische Gabe würden Sie gerne besitzen?
Die Zeit zurückdrehen zu können, um sich alle wichtigen Domains rechtzeitig zu sichern, bevor irgend ein anderer auf die Idee kommt, um einfach so damit Millionen scheffeln zu können.

Was wollten Sie als Kind „später“ mal werden?
Erst war es Astronaut, dann Kampfpilot, dann Arzt (herrliche Kontraste)  aber Blogger bin ich geworden. Vertikal betrachtet so etwas wie ein Freifall:)).

An welcher Stelle haben Ihrer Meinung nach die meisten Unternehmen Schwächen im Marketing und Vertrieb?
Beim Marketing ist es einfach: Dass man nie weiß, mit welcher Hälfte des Budgets man das Richtige und mit welcher anderen Hälfte man das Falsche gemacht hat.
Beim Vetrieb ist es etwas schwieriger: Man weiß nie, welche Hälfte der Kunden nicht angesprochen wurde, welche Hälfte kein Angebot trotz Anfrage bekommen hat, welche Hälfte der Vertriebsmannschaft zu viel mit Schreibkram beschäftigt ist und welche andere Hälfte Versprechen mit dem blauen Himmel verwechselt.

Wenn ich Ihnen eine persönlichen Coach sponsern würde, was würden Sie mit ihm besprechen?
Ob sich der Coach schon einmal selbst gecoacht hat.

Barhockertest: Wenn jemand Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung kauft. Was wird er abends in einer Bar davon erzählen?
Dazu kommt es nicht, da er bei dem Versuch, das zu erklären, solange trinken muss, bis er vom Hocker fällt.

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten an Ihren MitarbeiterInnen?
Dass ich keine habe und mich deswegen auch weder mit Urlaubswünschen, Gehaltsforderungen noch anderweitigen Problemchen herumplagen muss.